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Verkehrschaos durch Winter, Wasser, Wind

Foto: dpa

Am frühen Donnerstagmorgen (2.11.) haben Kälte und Glatteis vielen Menschen vor allem im Südosten Deutschlands das Leben schwer gemacht. Insbesondere in Bayern und im thüringischen Erzgebirge kam es zu Verkehrsbehinderungen.

02.11.2006

In Teilen Bayerns ging auf glatten Straßen zeitweise gar nichts mehr. Nach Unfällen wurden die Autobahn 9 und die A93 jeweils in Fahrtrichtung Süden teilweise gesperrt. Es bildeten sich kilometerlange Staus. Auf der B303 im Fichtelgebirge kamen nach Polizeiangaben zahlreiche Lastwagen wegen überfrierender Nässe nicht weiter.

Auf der A9 habe zwischen Münchberg und Gefrees in Oberfranken plötzlich auftretende Schneeglätte zu mehreren kleineren Unfällen geführt, sagte ein Polizeisprecher. Viele Auto- und Lastwagenfahrer hätten ihre Wagen nicht ausreichend auf die winterlichen Straßenverhältnisse vorbereitet. Auf der A93 war ein Lastwagen bei Selb umgekippt und hatte die Durchfahrt versperrt.

Auch im thüringischen Erzgebirge kämpften Lastwagenfahrer mit Glatteis. Beim Grenzübergang Altenberg nach Tschechien stellten sich mehrere Lastwagen quer, wie der Verkehrswarndienst Sachsen mitteilte. Die Strecke wurde daraufhin für Lastwagen gesperrt. Auf dem höchsten Berg im Erzgebirge, dem Fichtelberg, hatte es am Mittwoch erstmals geschneit. Am Mittwochabend meldete der Deutsche Wetterdienst fünf Zentimeter Schnee. Dazu wehte ein kräftiger Wind, der in Böen fast Orkanstärke erreichte.

Hochwasser an der Ostseeküste

Das Hochwasser an der Ostseeküste führte dagegen in der Nacht zu keinen größeren Schäden. In mehreren Küstenstädten in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern wurden Straßen überschwemmt und Keller liefen voll. Noch in der Nacht ging das Wasser an den meisten Stellen zurück.

In Wismar stand das Wasser gegen 3.00 Uhr am Morgen bei 1,78 Meter über Normallnull. Dort wurden einige Autos abgeschleppt, weil sie in gefährdeten Bereichen geparkt waren; auch hier liefen Keller voll. In Wackerow bei Greifswald brach der Deich auf eine Länge von 450 Metern. Weitere Schäden wurden aber nicht gemeldet. Auch in Kiel, Flensburg und Lübeck-Travemünde wurden Straßen überschwemmt. Schnell gab die Polizei aber wieder Entwarnung. So hatte das Wasser in Kiel zwar stellenweise die Innenstadt erreicht. Vorsorgliche Sperrungen wurden aber schon in der Nacht wieder aufgehoben.

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