Verkehrsgerichtstag: Lkw-Tempolimit, Drogenfahrten, Unfalltote

Der Verkehrsgerichtstag in Goslar geht am Freitag (29.1.) zu Ende. Drei Tage lang haben Verkehrsexperten über verschiedene Themen diskutiert und nun ihre Empfehlungen an den Gesetzgeber formuliert.

Tödliche Verkehrsunfälle in Deutschland sollen künftig in einem Zentral-Register erfasst werden.  Die bundesweite Datenbank könne helfen, die Unfallursachen besser zu analysieren, die Prävention zu verbessern und so die Zahl tödlicher Unfälle zu senken. Zudem forderten die Experten eine grundsätzliche Obduktion von Verkehrstoten mit einer Blutuntersuchung auf Alkohol, Drogen und Medikamente. Im vergangenen Jahr sind in Deutschland rund 4.000 Menschen bei Verkehrsunfällen gestorben. Ziel ist es, die Zahl der Unfalltoten bis 2020 um weitere 40 Prozent zu senken.

Einheitliches Tempolimit für Lkw

Zudem sollen die Folgen einer Fahrt unter Drogeneinfluss verschärft werden. Wer erwischt wird, solle sofort den Führerschein verlieren, empfahl der Verkehrsgerichtstag. Die Zusammenarbeit von Polizei und Fahrerlaubnisbehörde müsse deshalb intensiviert werden. Zudem forderten die Experten mehr Aufklärung über die Gefahren von Drogenfahrten, insbesondere in den Fahrschulen.

Auch Elefantenrennen soll es künftig nicht mehr geben. Nach einer Empfehlung des Verkehrsgerichtstages sollen alle schweren Lkw europaweit künftig einheitlich auf Tempo 80 gedrosselt werden. Dies diene nicht nur der Verkehrssicherheit, es ermögliche auch wirtschaftlicheres Fahren und schone die Umwelt, heißt es in der am Freitag in Goslar veröffentlichten Empfehlung an den Gesetzgeber. An die Fahrzeugindustrie appellierten die Experten, die Preise für Fahrassistenzsysteme zu senken und modernste Technik einzubauen. Bei Fuhrunternehmen, die wiederholt gegen Verkehrsbestimmungen verstoßen, solle der dadurch entstandene Gewinn abgeschöpft werden.

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dpa/uba

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