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Verschärfte Abgasnormen verlangen nach Harnstoff

Diesel fahren wird ab 2014 teurer

Mercedes E 350 Bluetec Foto: Mercedes 31 Bilder

Viele Fahrer von Dieselautos mit Stickoxid-Katalysator mit Harnstoff-Additiv (AdBlue) müssen sich darauf einstellen, dass sie ab Ende nächsten Jahres nicht nur Diesel, sondern auch das Additiv nachtanken müssen.

02.05.2013 auto motor und sport

Allerdings fehlt es nach einem Bericht von auto motor und sport derzeit an der Infrastruktur, um den Reizstoff AdBlue, der zur Reduzierung der Stickstoff-Emissionen benötigt wird, selbst nachtanken zu können. Es gibt weder Pkw-Tankvorrichtungen an Tankstellen noch genormte Einfüllstutzen an den Autos. Derzeit wird AdBlue von den Werkstätten im Rahmen der Wartungsintervalle nachgefüllt.

Der Verbrauch des auf Harnstoff basierenden Zusatzes wird mit dem in Kraft treten der schärferen EU6-Norm im Herbst 2014 stark ansteigen. Insbesondere größere Dieselfahrzeuge dürften nach Expertenmeinung mit den üblichen 20 Litern, die an Bord sind, nicht mehr auskommen. Das liegt daran, dass die Motoren mehr von dem Harnstoff-Additiv benötigen, um die schärferen Emissionswerte zu erreichen.

Pkw-AdBlue-Versorgung nicht geregelt

Die Mineralölindustrie sieht keinen Handlungsbedarf, um ein ungefährliches Nachtanken von AdBlue an Tankstellen zu ermöglichen. Das wäre allerdings sinnvoll, weil beim Nachtanken Ammoniakdämpfe entweichen können, die die Atemwege reizen. Bei  Lkw, die große Mengen AdBlue benötigen, gibt es dagegen Großcontainer, die mit einer Abgabepumpe ausgestattet sind. Bei einem Lkw entspricht der AdBlue-Verbrauch etwa fünf Prozent des Kraftstoffverbrauchs, rund 1,7 Liter auf 100 Kilometern.

Fachleute gehen davon aus, dass mit den schärferen Abgasvorschriften nicht nur große Diesel-Pkw, sondern auch kleinere Diesel AdBlue benötigen werden. Diese verfügen aber in der Regel über keinen AdBlue-Vorrat an Bord. Ein Zehn-Liter-Kanister AdBlue kostet zurzeit rund acht Euro, übliche Additiv-Tanks fassen 20 Liter.

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