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Versicherungs-Lexikon

Auf gut Deutsch

Lexikon, A-Z Foto: Matthias Seeburger

Versicherungsdeutsch ist nicht immer einfach zu verstehen. Was hinter den Begriffen steckt, verrät das Lexikon.

15.10.2012 Brigitte Haschek

Abweichende Halterschaft
Sind Versicherungsnehmer und Fahrzeughalter nicht identisch, spricht man von abweichender Halterschaft. Einige Versicherungsgesellschaften verlangen hierfür eine Beitragserhöhung, bei anderen ist ein Vertrag nicht möglich.

Anzeigepflicht
Der Autofahrer muss innerhalb einer Woche den Schaden melden – bei Diebstählen sogar unverzüglich.

Ausbringungsschäden (Umweltschäden)
Nicht versichert sind Schäden, die durch Lieferung, Verwendung oder Freisetzung von Klärschlamm, Jauche, Gülle, festem Stalldung, Pflanzenschutz-, Dünge- oder Schädlingsbekämpfungsmitteln entstehen. Es sei denn, dass es zu plötzlichen und unfallartigen Ereignissen kommt.

Billigungsklausel
Weicht der Versicherungsschein vom Antrag ab, gilt die Abweichung als genehmigt, wenn der Autofahrer nicht innerhalb eines Monats widerspricht.

Direktregulierung
Bei der Direktregulierung werden von Dritten verursachte Schäden am Fahrzeug nicht von der Versicherung des Schadenverursachers, sondern zunächst von der eigenen Versicherung beglichen.

Gefährdungshaftung
Die Gefährdungshaftung wird auch Haftung ohne Verschulden genannt, da man im Verkehr auch haftbar gemacht werden kann, ohne dass ein Schaden durch menschliches Versagen entstanden ist. Man haftet bereits dann, wenn man sein Auto in Betrieb nimmt und selbst bei korrektem Verhalten ein Schaden entsteht.

Herstellerschlüssel/Typschlüssel
Jeder Fahrzeugtyp wird durch eine Kombination aus Herstellerschlüssel und Typschlüssel identifiziert. Diese Schlüsselnummern stehen im Fahrzeugschein und werden für die Einstufung in der Haftpflicht-und Kaskoversicherung benötigt.

Leistungsfreiheit/Leistungskürzung
Verletzt der Autofahrer vorsätzlich eine seiner Pflichten, hat er keinen Versicherungsschutz mehr. Handelt er grob fahrlässig, kürzt die Assekuranz nur die Leistung.

Höhere Gewalt
Höhere Gewalt oder unabwendbares Ereignis spielen bei der Haftung der Unfallbeteiligten eine Rolle. Damit ist ein außergewöhnliches von außen durch elementare Naturkräfte oder durch Handlungen dritter Personen herbeigeführtes Ereignis, das unvorhersehbar und nicht abwendbar ist, gemeint.

Nachhaftung
Der Versicherer haftet noch bis zu einem Monat nach Abmeldung des Fahrzeugs.

Obliegenheiten
Mit Obliegenheiten sind Pflichten gemeint. Verletzt man eine Pflicht vorsätzlich oder grob fahrlässig, riskiert man den Verlust seines Versicherungsschutzes.

Ombudsmann
Seine Aufgabe besteht darin, in Streitfällen zwischen dem Autofahrer und Versicherer zu schlichten und dadurch den Weg zum Gericht zu vermeiden.

Rabattübertragung
Bei vielen Assekuranzen ist die Übertragung des Schadenfreiheitsrabattes auf eine dritte Person möglich. Diese muss in einem besonderen Verhältnis zum Versicherungsnehmer stehen (zum Beispiel Familie).

Risikowegfall
Fällt das versicherte Risiko weg (wegen Auto-Verschrottung oder -Verkauf), wird der Vertrag zum Abmelde- oder Verkaufsdatum aufgehoben und abgerechnet.

Ruheversicherung
Wird der Vertrag aufgrund einer vorübergehenden Stilllegung (Saisonkennzeichen) unterbrochen, bleibt die Police wirksam.

Verschuldenshaftung
Der Schadenverursacher ist zum Schadenersatz verpflichtet, sofern er einen Schaden rechtswidrig und schuldhaft verursacht hat.

Vertragsstrafe
Der Versicherer kann eine Vertragsstrafe erheben, wenn der Versicherungsvertrag aufgrund schuldhaft unrichtiger Angaben einer günstigeren Tarifmerkmalsklasse zugeordnet wurde oder diese während der Vertragslaufzeit beibehalten wurde.

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