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Villa d'Este-Auktion

Bieterschlacht um BMW 507

1953er Ferrari 250 MM Berlinetta Foto: Simon Clay ©2011 Courtesy of RM Auctions 37 Bilder

Bei der ersten Auktion im Rahmen des Concorso d'Eleganza Villa d'Este gab es Überraschungen - und eine Verkaufsquote von 75 Prozent. Insgesamt wurden Gebote von mehr als 32 Millionen Euro abgegeben und 24 Fahrzeuge für mehr als 23,6 Millionen Euro verkauft.

20.05.2011 Kai Klauder Powered by

Bei der Premiere der Villa d'Este-Auktion spielte das Wetter dem Auktionshaus RM Auctions in die Hände. Bei strahlendem Sonnenschein konnten einige Topverkäufe gemeldet werden, 24 der 32 angebotenen Fahrzeugen wurden verkauft, fünf Klassiker erzielten deutlich höhere Ergebnisse als die angegebenen Estimates.

Für eine wahre Bieterschlacht sorgte Lot 129, ein 1957er BMW 507 mit weniger als 90.000 Kilometer Laufleistung. Erst bei stolzen 728.000 Euro hob sich zum letzten Mal die Hand eines Bieters, das sind über 25 Prozent mehr als das Estimate von 520.000 bis 580.000 Euro. Ebenfalls mehr als 25 Prozent über seinem Estimate lag der Ferrari 250 GT LWB California Spider, der für 2,52 Millionen Euro verkauft wurde.

Die drei teuersten Autos der Villa d'Este-Auktion: Zwei Ferrari, Talbot-Lago

Mit 3.36 Millionen Euro ist der 1955er Ferrari 375 MM Berlinetta mit einer Karosserie von Pinin Farina das teuerste Auto der ersten Auktion im Rahmen des Concorso d'Eleganza Villa d'Este. Mit diesem Ergebnis liegt der letzte der gebauten 375 Mille Miglia knapp über seinem Estimate von 3,2 bis 4,2 Millionen Euro. Etwas weniger wert war einem Bieter ein weiteres Zugpferd der hochkarätigen Auktion, der Talbot-Lago T150-C SS mit der spektakulären Teardrop-Coupé-Karosserie von Figoni et Falaschi. 2,8 Millionen Euro erreichte der Ferrari 500 TRC Spider von Scaglietti und lag damit im Rahmen des Estimates von 2,6 bis 3,3 Millionen Euro.

Durchwachsene Ergebnisse bei den Bertone-Prototypen

Noch deutlich höher liegt die Quote bei dem Lamborghini Athon von 1980, der für 347.200 Euro verkauft wurde. Das sind mehr als 57 Prozent mehr als das Estimate von 220.000 Euro. Ein ebenfalls gutes Ergebnis erzielte der Lamborghini Bravo von 1974. Mehr als 37 Prozent liegt der erzielte Preis über dem Estimate. Erst bei 588.000 Euro fiel der Hammer, das Estimate war mit 220.000 Euro angegeben. Insgesamt führte der Auktionskatalog sechs Bertone-Prototypen auf, alle fanden neue Besitzer. Die beiden bereits genannten lagen deutlich über ihrem Estimate, zwei blieben dagegen hinter den Erwartungen zurück. Der 1963er Chevrolet Testudo wurde für 336.000 Euro verkauft (Estimate: 500.000 bis 800.000), der1970er Lancia Stratos HF Zero brachte nur 761.600 Euro statt der erhofften eine bis 1,8 Millionen Euro. In ihrem erwarteten Preisrahmen blieben der für 95.200 Euro verkaufte Lancia Sibilo (Estimate: 60.000 bis 100.000 Euro) und der Lamborghini Marzal, der mit 1,51 Millionen Euro zugleich der teuerste Bertone-Prototyp war (Estimate: eine bis 1,8 Millionen Euro).

Acht Pretiosen wurden nicht verkauft

Einige Autos konnten nicht verkauft werden, darunter auch zwei Highlights der Versteigerung von RM Auctions. Bei dem Ford GT40 Werksrennwagen-Prototyp blieben die Gebote bei 2,1 Millionen Euro stehen, das war zu wenig, das Estimate betrug 2,4 bis 2,9 Millionen Euro. Vielleicht begegnen wir dem seltenen Roadster bei einer der nächsten Auktionen in Nordamerika. Auch das Bugatti Typ 57SC Atalante Coupé fand keinen Käufer. Die auf 3,25 bis 4,25 Millionen Euro angesetzte Stilikone aus dem Jahr 1937 konnte ein Höchstgebot von nur 2,1 Millionen Euro verbuchen. Ein weiteres Millionen-Lot ohne Käufer war der Ferrari 250 MM Berlinetta von 1953. Die gebotenen 2,15 Millionen Euro waren nicht ausreichend, das Estimate von 2,5 bis drei Millionen Euro wurde klar verfehlt.

Insgesamt kann das Auktionshaus RM Auctions einen erfolgreichen Einstand feiern, vielleicht werden wir auch im nächsten Jahr zahlreiche Hochkaräter bei dem Concorso d'Eleganza Villa d'Este sehen, die einen neuen Besitzer suchen.

Alle Lots der Auktion mit den Ergebnissen gibt es in unserer Fotoshow zu sehen.

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