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Visio.M Elektroauto auf der eCarTec

Elektrozweisitzer mit 160 km Reichweite

10/2014 Elektroauto Visio.M Foto: TU München 19 Bilder

Das Forschungskonsortium Visio.M präsentiert auf der eCarTec in München das Elektroauto Visio.M. Der Zweisitzer soll zu einem erschwinglichen Preis Sicherheit, Komfort und eine vernünftige Reichweite bieten.

20.10.2014 Uli Baumann

Im Verbundprojekt Visio.M haben Forscher der TU München zusammen mit Experten aus der Industrie untersucht, wie ein alltagstaugliches, preisgünstiges und sicheres Elektroauto aufgebaut sein könnte. Das Projekt wurde vom Bund mit 7,1 Millionen Euro gefördert. Als Ergebnis präsentieren die forscher jetzt in München den Visio.M.

160 km Reichweite im Visio.M

Der Visio.M ist 3,60 Meter lang, ohne Spiegel 1,55 Meter breit und 1,30 Meter hoch. Der Zweisitzer bietet einen Radstand von 2.100 mm und rollt auf Reifen der Dimension 115/70 R 16. Die Fahrgastzelle des Visio.M besteht aus kohlefaserverstärktem Kunststoff, in Vorder-, Hinterwagen und Dachrahmen kommt Aluminium zum Einsatz. Alle Scheiben bestehen aus Polycarbonat. Ohne Batterie wiegt der Visio.M damit nur 450 Kilogramm. Der cW-Wert soll bei 0,24 liegen.

Angetrieben wird der Visio.M von einem 15 kW starken Elektromotor im Heck, der ihn maximal 120 km/h schnell macht. Die Antriebenergie liefert ein 13,5 kWh großer Lithium-Ionen-Akku, der hinter den Sitzen positioniert wurde. Mit einer Batterieladung soll eine Reichweite von 160 Kilometer möglich sein. Nachgeladen werden kann der 85 kg schwere Akku-Block in 3 bis 4 Stunden an jeder herkömmlichen Steckdose.

Visio.M mit umfassendem Sicherheitssystem

Auch in Sachen Sicherheit hat der visio.M einiges zu bieten. Durch eine 360°-Erfassung der unmittelbaren Fahrzeugumgebung mittels Radar- und Kamerasensoren kann der Visio.M frühzeitig kritische Fahrsituationen oder einen drohenden Crash erkennen drohende Crazu erkennen und die Insassenschutzsysteme aktivieren. In den Türen und den Stoßfängern sind zudem neuartige Struktur-Airbags montiert. Ein erweitertes Gurtsystem soll die Passagiere bei einem Seitenanprall zusammen mit dem Sitz zur Fahrzeugmitte ziehen und so aus der unmittelbaren Gefahrenzone bringen. Zwischen den Passagieren sorgt ein weiterer Airbag für Sicherheit.

Die Bedienfunktionen im Visio.M haben die Forscher in einem Touchpad mit Wischtechnik gebündelt. Basis des Systems ist eine offene Software-Architektur, die jederzeit um zusätzliche Elemente erweitert werden kann. Klimatisiert wird der Visio.M mittels elektrothermischer wandler. Bei erhöhtem Heizbedarf kann ein mit Ethanol betriebener Brenner zugeschaltet werden.

Noch ist der Visio.M nur ein Projektfahrzeug, doch die Forscher sind sich sicher, dass die Gesamtkosten bei einer Serienproduktion unter denen eines vergleichbaren Benziners liegen würden.

Zum Forschungskonsortioum Visio.M zählen unter anderem Daimler, BMW, die TU München, Autoliv, Conti, die BASt, Texas Instruments, der TÜV Süd, Siemens und Amtek.

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