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Visio.M-Forschungs-Projekt

E-Auto-Prototyp macht Serienkonkurrenz nass

Visio.M Foto: TU München

Im Oktober 2014 wird das Forschungsprojekt Visio.M ein Elektromodell mit einem Monocoque aus carbonfaserverstärktem Kunststoff vorstellen. Erste Fahrversuche, die nun absolviert wurden, werden in das E-Auto einfließen.

25.06.2014 Holger Wittich

Das Entwicklerteam der Technischen Universität in München, die technisch federführend in dem Projekt agiert, hat die Energieeffizienz als zentrales Ziel für die Entwicklung neuer E-Autos in den Fokus gestellt. Sie erfoschen die Möglichkeiten und auch die Grenzen in den Bereichen Fahrzeuggewicht, Aerodynamik, Antrieb, Rollreibung und Klimatisierung.

Dazu haben die Forscher ihren Prototypen mit bereits am Markt befindlichen E-Autos wie dem Renault Twizy oder dem E-Up von VW getestet.

Visio.M bei Ausroll-Versuch besser als Serienmodelle

So konnte im Praxistest bestätigt werden, das das Fahrzeug der TU München mit schmalen Reifen der Größe 115/17 R 16, einem cW-Wert von 0,24 und einer Stirnfläche von 1,69 qm bei gleicher Energie gestartet im Ausrollversuch am weitesten kam.

Trotz der schmalen Reifen überzeugte der Versuchsträger auch im 18-Meter Slalom-Kurs und bei der schnellen Kreisfahrt. "Beim Visio.M wird die geringere Querkraftaufnahme der schmalen Reifen durch ein ausgeklügeltes Fahrwerkskonzept ausgeglichen, das in seiner Kinematik von Sportfahrwerken abgeleitet wurde. Eine gleichmäßige Verteilung des Gewichts auf Vorder- und Hinterachse und ein niedriger Schwerpunkt verleihen dem Fahrzeug eine hohe Stabilität. ABS und ESP geben zusätzliche Sicherheit", heißt es bei der TU München. Einen weiteren Beitrag sowohl zur Effizienz als auch zur Fahrdynamik soll das aktive "Torque Vectoring"-Differenzial leisten.

BMW und Daimler am Projekt beteiligt

An dem Forschungsprojekt "Visio.M", das vom Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) über 2,5 Jahre gefördert wird und ein Gesamtvolumen von 10,8 Millionen Euro hat, sind unter anderem BMW und Daimler, Autoliv, die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt), Continental, E.ON, Siemens, Texas Instruments Deutschland und der TÜV SÜD beteiligt.

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