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Visser

GM-Absatz in Europa legt um 8% zu

Foto: GM

General Motors Europe wird dank des Verkaufserfolges der Einstiegsmarke Chevrolet seinen Absatz hochgerechnet auf das Gesamtjahr voraussichtlich um acht Prozent steigern.

10.12.2007 Harald Hamprecht

Auch Opel wird 2007 deutlich mehr absetzen als 2006 und hat bis Oktober bereits 60.000 Opel-Modelle mehr produziert als im Vorjahreszeitraum, trotz des Absatzeinbruchs in Deutschland, sagte Alain Visser, Chief Marketing Officer bei GM Europe und Marketing-Chef bei Opel/Vauxhall, dem Magazin auto motor und sport. "Ich gehe davon aus, dass wir in Europa auch im Gesamtjahr 2007 unser Absatzplus der ersten drei Quartale von rund acht Prozent halten können. Für diesen Zuwachs sorgt nicht nur unsere Value-Marke Chevrolet. Auch mit Opel konnten wir schon per Oktober um 60.000 Einheiten zum Vorjahr zulegen."

In Deutschland geht Visser davon aus, dass der Marktanteil von Opel bis Ende Dezember nicht unter neun Prozent sinkt. 2006 lag der Marktanteil noch bei 9,6 Prozent. "In Deutschland werden wir im Gesamtjahr einen Marktanteil von 9,0 Prozent oder mehr erreichen. Zufrieden sind wir damit nicht. Aber der deutsche Markt hat sich dieses Jahr einfach verheerend entwickelt. Der Gesamtmarktrückgang von acht Prozent täuscht über das wirkliche Ausmaß der Katastrophe hinweg: Der Privatmarkt ist um 25 Prozent eingebrochen. So etwas habe ich in einer entwickelten Industrienation noch nie erlebt", so Visser. Dabei beklagt der GM-Manager, dass die Bundesregierung keine flankierenden Maßnahmen ergriffen hat, um die Autoindustrie in Deutschland zu stützen. "Dass die Regierung hier nicht einschreitet, verwundert mich. Wir brauchen dringend eine Verschrottungsprämie, wie es uns Märkte wie Italien vormachen. Damit könnten wir zusätzlich die CO2-Problematik angehen indem wir den Anteil an alten Luftverpestern verringern. Zumal sich in Deutschland schon ein Kuba-Effekt einstellt: Der Fahrzeugbestand in Deutschland insgesamt hat dieses Jahr ein Durchschnittsalter von 8,1 Jahren erreicht - einer der höchsten Werte in ganz Europa."

Visser räumt ein, dass der Absatzrückgang in Deutschland auch Auswirkung auf das Ergebnis von GM Europe haben wird. "Natürlich wird der Absatzrückgang in Deutschland nicht spurlos an unserer Bilanz vorbei gehen. Wir halten es aber für betriebswirtschaftlich sinnvoller, einen Rückgang in Kauf zu nehmen, als Rabatte von 6.000 Euro auszuloben, wie das andere Wettbewerber tun. Denn wir sichern uns und unseren Kunden die Restwerte unserer Modelle."

Zufrieden ist Visser mit dem angelaufenen Export von Opel-Modellen in die USA. "Dieses Jahr werden wir rund 40.000 Astra in Antwerpen für den US-Markt produzieren. Das sind 10.000 mehr als ursprünglich geplant." Eine Verlagerung der Produktion in die USA komme aber nicht in Frage. "Erst ab einem größeren Volumen würde es sich unter Umständen lohnen, das Auto direkt in den USA zu fertigen." Allerdings will Opel wegen des starken Euro derzeit keine weiteren Modelle in die USA ausführen. "Wir haben momentan keine Pläne, weitere Modelle aus Westeuropa in die USA zu exportieren."

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