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VLN, 6.Lauf

Manthey gewinnt Regenpoker beim Saisonhöhepunkt

Foto: VLN 13 Bilder

Die Truppe von Olaf Manthey bleibt das Maß der Dinge in der Langstrecken-Meisterschaft auf dem Nürburgring: Im GT3 RSR triumphierten Marcel Tiemann/Arno Klasen/ Marc Lieb beim Saison-Höhepunkt der VLN, dem Sechsstunden-Rennen. Der Lauf wurde von einem schweren Unfall von Johannes Stuck im Land-Porsche überschattet.

21.07.2008 Gregor Messer Powered by

Der junge Stuck führte kurz nach Renn-Halbzeit nach 20 Runden mit über einer halben Minuten Vorsprung, als der Unfall ausgangs der Hohenrain-Schikane geschah. Stuck überholte noch einen langsameren BMW, musste aber zum Tankstopp an die Box. Beim Kreuzen der Spur in die Boxenzufahrt touchierte der Porsche GT3 RSR des 21-Jährigen den BMW, drehte sich und schlug rückwärts in eine Mauer ein. Stuck wurde ohne äußere Verletzungen geborgen, wurde aber mit dem Hubschrauer ins Unfall-Krankenhaus nach Trier geflogen, nachdem der Rennarzt eine schwere Gehirnerschütterung und Prellungen diagnostiziert hatte.

"Das Rennen war bis zu Stucks Unfall wahnsinnig eng", meinte Sieger Arno Klasen. "Danach haben wir an der Spitze das Tempo etwas reduziert und den Sieg kontrolliert nach Hause gefahren." Nach 2007 war es bereits der zweite Manthey-Sieg beim Saisonhöhepunkt in Folge. Der grün-gelbe Porsche startete zum dritten mal in diesem Jahr von der Pole Position. Einsetzender Regen unmittelbar vor dem Start machten die ersten Runden zu einem wahren Reifenpoker; die Startfahrer Lieb und Basseng (Land-Porsche) duellierten sich im Sekundenabstand.

Nass - trocken - nass

Nachdem zwischenzeitlich die Piste komplett abgetrocknet war, setzte nach rund vier Stunden erneut Regen ein. "Wir hatten bei der Reifenwahl ein glückliches Händchen", kommentierte Porsche-Werkspilot Marc Lieb, "daher sind wir ohne Probleme durchgekommen." Ähnliches Glück mit den passenden Reifen hatte auch das zweitplatzierte BMW-Team von Schubert-Motorsport mit Claudia Hürtgen und Stian Sorlie im Z4 M-Coupé.

Harter Zweikampf um Rang drei

Erst in der Schlussrunde konnte sich AvD-Sportpräsident Volker Strycek im DTM-Astra von Vater und Sohn Schall gegen die Kissling-Corvette von Stefan Kissling/ Harri Luostarinen/ Reinhold Mölig durchsetzen. "Ich hätte der Kissling-Truppe den dritten Rang wirklich gegönnt", meinte Strycek, "es ist ganz erstaunlich wie schnell die Kissling-Truppe die Corvette für die Nordschleife standfest gemacht hat. Auf nasser strecke war der DTM-Astra immer etwas schneller, im Trockenen die Corvette." Auch Kissling selbst bewertete das Abschneiden positiv: "Trotz meines Ausrutschers in der Arembergkurve können wir mit Rang vier zufrieden sein, denn er unterstreicht, dass wir mit der Entwicklung der Corvette auf dem richtigen Weg sind".

Hinter dem Führungsquartett kreuzte der Porsche von Sabine Schmitz und Klaus Abbelen die Ziellinie, gefolgt vom Wochenspiegel-Manthey Porsche von Peter Paul Pietsch. Auf Position sieben sah Hans-Joachim Stuck zusammen mit Dirk Adorf im Lamborghini Gallardo das Ziel.

Rapper Smudo mit Klassensieg im Bio-Renner

Smudo von den "Fantastischen Vier" errang am Steuer seines mittlerweile schon betagten Renn-Beetles seinen ersten Klassensieg. Mit Thomas von Löwis und Lutz Wolzenburg siegte er bei den VLN-Specials mit alternativen Treibstoffen. "Man ist das geil, das darf ja nicht wahr sein", freute sich der Rapper, als er bereits auf dem Weg zum nächsten Konzert war.

Wieder die Ukrainer

Mit ihrem fünften Klassensieg in Folge, diesmal unterstützt von Ralph Martin, manifestierten die beiden Ukrainer Alexij Mochanov und Andri Kruglik ihre Gesamtführung in der VLN-Fahrerwertung. Die populärste Breitensportserie Europas geht nun in die Sommerpause. Der siebte Lauf findet erst am 13. September statt, wenn der Barbarossa-Preis des MSC Sinzig ausgetragen wird..

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