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Volker Mornhinweg im Interview

"Die V-Klasse wird sicher Marktanteile gewinnen"

Volker Mornhinweg, Porträt Foto: Mercedes 39 Bilder

Volker Mornhinweg, Leiter Mercedes-Benz Vans, spricht mit auto motor und sport über die neue Mercedes V-Klasse. Bei der Entwicklung sei der Fokus insbesondere auf einem "herausragenden Fahrkomfort und hochwertigen Innenraum" gelegen.

08.04.2014 Jens Katemann
Nutzfahrzeuge werden seltener erneuert als Pkw-Modelle. Den Viano hat Mercedes zwölf Jahre nahezu unverändert verkauft. Was war Ihnen bei der neuen Mercedes V-Klasse besonders wichtig?

Mornhinweg: Wir wollten nicht einfach nur eine neue V-Klasse entwickeln, sondern einen echten Mercedes-Benz-Pkw als Großraumlimousine. Der Fokus lag sehr stark auf einem für diese Klasse herausragenden Fahrkomfort, gepaart mit einem ausgesprochen hochwertigem Innenraum, der unserem Premiumanspruch gerecht wird, und einem Design, das sich nahtlos in unsere Pkw-Design-Philosophie einfügt. Dazu gehört für mich auch, dass eine Marke wie Mercedes auch in der Klasse der Großraum-Vans bei der Sicherheit neue Maßstäbe setzt.

01/2014, Mercedes V-Klasse, Präsentation
Expertentalk Mercedes V-Klasse 11:39 Min.
Die neue V-Klasse wird also höher positioniert?

Mornhinweg: Unser Ziel ist ganz klar, mehr Kundengruppen als bisher für unser Auto zu begeistern. Neben traditionellen Kunden wie Familien wird die Mercedes V-Klasse sicher auch für Menschen, die in ihrer Freizeit Sportarten wie Mountain-Biking betreiben, interessanter als bisher, weil das Auto sehr variabel und optisch attraktiv geworden ist. Dritte sehr wichtige Zielgruppe sind für uns die Business- und VIP-Shuttles. In diesem Segment werden uns der wesentlich verbesserte Fahr- und Sitzkomfort und das edle Interieur nochmals einen deutlichen Schritt nach vorne bringen.

Haben V-Klasse und der Nutzfahrzeug-Bruder Vito weiterhin eine gemeinsame Plattform?

Mornhinweg: Ja, wir nutzen nach wie vor eine gemeinsame Basis-Architektur, haben die Entwicklung der beiden Fahrzeuge aber diesmal zeitlich voneinander getrennt. Damit konnten sich die Entwickler wirklich voll auf die V-Klasse konzentrieren. 

Liegt der Fahrkomfort tatsächlich auf dem Niveau eines Pkw?

Mornhinweg: Das ist unser Anspruch, und ich meine, dass wir ihn auch erfüllen.

Aber wird mit der stärkeren Trennung der Entwicklung von Mercedes V-Klasse und Vito der technische Aufwand nicht höher – und damit auch die Kosten?

Mornhinweg: Da wir die meisten Elemente aus dem Pkw-Baukasten nutzen, ist das überhaupt kein Kostentreiber. Im Gegenteil. Wir profitieren von der Modulstrategie aber nicht nur kostenseitig, sondern bekommen so auch die modernste Technik und den hochwertigsten Look ins Fahrzeug. Nehmen Sie nur das Cockpit mit der neuesten Infotainment-Generation, das Sie zum Beispiel auch in der neuen C-Klasse finden. Daneben haben wir zahlreiche Fahrerassistenzsysteme wie Attention Assist an Bord, die sich auch in unseren anderen Pkw finden. Die Kunden profitieren also sehr stark von der Modulstrategie.

Die Vorzüge des Viano wie etwa die hohe Anhängelast bleiben erhalten?

Mornhinweg: Selbstverständlich wird die neue V-Klasse alle klassenspezifischen Anforderungen wie gewohnt erfüllen. Die positiven Gene bleiben, schließlich ist der Viano – speziell seit der Modellpflege 2010 – ein sehr erfolgreiches Auto.

Was erwarten Sie von der Mercedes V-Klasse?

Mornhinweg: Ich bin sicher, dass die V-Klasse in ihrem Segment neue Maßstäbe setzt. Deshalb haben wir natürlich die Ambition, auch spürbar mehr Einheiten zu verkaufen als vom Vorgänger. Die V-Klasse wird in ihrem Segment sicher Marktanteile gewinnen.

In welchen Märkten rechnen Sie sich mit der V-Klasse besonders viel aus?

Mornhinweg: Zum Beispiel in China, wo es einen recht großen Markt für Business- und VIP-Shuttles gibt, den wir mit dem neuen Modell viel besser bedienen können. Dort wird die hohe Wertanmutung sehr stark goutiert. Das gilt in ähnlicher Form auch für den russischen Markt. Doch auch in Deutschland, der Schweiz, Österreich und den skandinavischen Ländern, in denen Großraumlimousinen gerne gekauft werden, haben wir noch Steigerungspotenzial.

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Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
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