Volvo Jakob: Heißer Rentner

1927 rollte bei Volvo das erste Serienmodell, der ÖV4, genannt Jakob, aus den Werkshallen. Gut 80 Jahre später setzt der schwedische Hot Rod-Spezialist Caresto dem Ur-Volvo mit dem "Hot Rod Jakob" ein automobiles Denkmal.

Die Nordländer von Caresto sind in der Hot Rod-Szene keine Unbekannten, räumten die Schweden doch selbst im Hot Rod-Mekka USA mit ihren Kreationen schon namhafte Preise ab.

Entsprechend radikal gingen die Mannen um Leif Tufvesson auch beim Aufbau des Jakob vor. Vom Original wurden lediglich die Form der Haube, die senkrecht stehende Windschutzscheibe und die Grundform der Karosse übernommen. Der moderne Jakob kommt allerdings nur als Zweisitzer daher und kauert deutlich tiefer über dem Asphalt.

Freistehende Räder und Kohlefaser-Karosse

Charakteristisch sind auch die freistehenden Räder sowie die offen zur Schau getragene Hinterachse. Mächtig sind auch die Bremsscheiben, die vorne 450 Millimeter im Durchmesser messen, hinten gar 515 Millimeter. Ist die Motorhaube noch aus handgetriebenem Alu gefertigt, trägt die Karosserie Kohlefaser. Die ehemals aus Holz gefertigten Räder kommen in Alu daher - die Speichenzahl wurde jedoch übernommen, die Dimensionen aber auf 8x19 Zoll vorne und 10x22 Zoll hinten aufgebläht. Die Reifen messen vorne 225/55 und hinten 295/40 und tragen zudem Volvo-Logos auf den Laufflächen. Leder wie beim Original, trägt der an der Front platzierte Koffer für das Reisegepäck.

Um die simple Optik des Originals nicht zu verfremden, wurden alle elektrischen Leitungen sowie Fahrwerksaufhängungen weitestgehend verdeckt verbaut. Im mit braunem Leder ausgeschlagenen Cockpit vereint ein Rundinstrument alle Funktionen und Bedienelemente.

Geschaltet wird per Fünfgang-Box aus dem Volvo 960, für Vortrieb sorgt ein 2,5-Liter-Fünfzylinder mit Turboaufladung und 265 PS sowie 370 Nm Drehmoment, der für den Betrieb mit E85 ausgelegt ist. Premiere feierte Jakob dieser Tage im Volvo-Museum in Göteborg. Demnächst soll er bei ausgewählten Händlern zu sehen sein, bevor er im November zur weltgrößten Tuningmesse SEMA nach Las Vegas verschifft wird.

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Uli Baumann

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