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Volvo S60 Concept Detroit Motor Show 2009

Neuvorstellung des Mittelklasse-Nachfolgers

Volvo S60 Concept Foto: Volvo 16 Bilder

Der Nachfolger des seit dem Jahr 2000 gebauten Volvo S60 gibt auf der Detroit Motor Show im Januar seinen Einstand als schickes Conceptcar voller faszinierender Details. Die Serienversion kommt 2010.

16.12.2008 Eberhard Kittler

Das coupéförmig gestylte Auto ist mehr als nur ein Nachfolger des seit acht Jahren gebauten, konventionell gezeichneten Modells: Es ist ein Technologieträger vom Allerfeinsten, voller ungewöhnlicher Lösungen, von denen zumindest einige den Sprung in die Serienversion von 2010 schaffen sollen.

Volvo S60 Concept 32 Sek.

Steve Mattin, der 44jährige Designchef der Marke, hat - nach 18 Jahren bei Mercedes-Benz - hier sein zweites Volvo-Modell nach dem XC60 verwirklichen können. Beide Autos sind fast komplett am Computer entwickelt worden. Stilistisch werden klassische Zitate neu interpretiert, aber im Grundsatz bricht der S60 Concept mit vielen Traditionen und steht für eine neue, selbstbewusste Linienführung. "Die Ära des simplen Kastenbox-Designs ist endgültig vorbei", sagt Mattin, "wir setzen künftig auf kraftvoll wirkende Autos mit breiten Schultern, die wir von Modell zu Modell variieren werden. Es bleibt aber bei der aufrecht stehenden Front und der V-Pfeilung der Motorhaube."

Der S60 ist rund 4,65 Meter lang und verfügt uber einen Radstand von 2,77 Meter - ein Plus von sechs Zentimetern gegenüber der Vorgängerversion. Volvo will künftig konsequent im Premium-Segment um Marktanteile kämpfen und den deutschen Platzhirschen Audi A4, BMW 3er und Mercedes C-Klasse Paroli bieten. Das Serienauto bleibt beim stark geschwungenen Dach, das allerdings im Interesse von mehr Kopffreiheit etwas höher gesetzt wird. Beibehalten wird auch die geschwungene Sicke oberhalb der Turöffner, die sich in adäquater Form in der Innenraumgestaltung wiederfindet.

Der Zugang zum Kofferraum erfolgt uber eine kurze Heckklappe - eine Hatchback-Lösung hält Steve Mattin für nicht Premium-like. Stattdessen wird es für Kunden mit mehr Transportbedarf ab Ende 2010 alternativ eine Sportkombi-Version geben, die allerdings "nicht einfach ein verkleinerter V70 sein wird". Mattin will das Thema Kombiheck von Baureihe zu Baureihe unterschiedlich angehen - gerechnet werden darf mit einem lifestyligen Schrägheck nach Audi-Avant-Muster.

Viele ungewöhnliche Details


Viele ungewöhnliche Details sorgen für Aufmerksamkeit, werden aber so nicht in Produktion gehen. Da sind zum einen die hinteren Portaltüren, die sich über ein ausgetüfeltes Parallelogram-Konzept unabhängig von den vorderen Pforten gegenläufig öffnen lassen. Dadurch  kommt das Conceptcar ohne B-Säule aus. Zudem findet man Außenspiegel, deren Fuß aus Glas besteht - in ähnlicher Form schwingt eine transparente Konsole aus schwedischem Orrefors-Kristall quasi frei durch den Innenraum.

Noch auffälliger sind die Leuchteneinheiten: Während hinten LED-Lichter mit homogen wirkenden, keineswegs tropfenförmigen Flächen leuchten, sitzen vorn Freiflächenscheinwerfer mit einem spannenden Innenleben. Sie entstanden in Zusammenarbeite mit Valeo und haben Lichtinnereien, die wie Diamanten im Schmuckkästchen wirken. Volvo übersetzt dies als kleine Wikingerschiffe unter vollen Segeln. Es macht Spaß sich in dieses Detail zu vertiefen - ein neuer Aspekt an Wertigkeit und Verarbeitungsqualität, den man in ähnlicher Form bei Premiumautos bald grundsätzlich erleben wird, wie der deutsche Lichtdesigner Malte Mössner weiß.

Sicherheit im Fokus
 
Auch der S60 soll, der Tradition des Hauses folgend, ein sehr sicheres Fahrzeug werden: Er wird dabei den XC60 noch übertreffen und das volle Paket aus Kollisionswarnung mit selbsttätiger Vollbremsung, Fußgänger-Detektierung sowie noch weiter entwickeltem Abstandsradar an Bord haben. Auffahrunfälle bei niedriger Geschwindigkeit sind eigentlich ausgeschlossen.

Für den Antrieb steht zunächst ein erstmals eingesetzter 1,6-Liter-Vierzylinder mit Direkteinspritzung und Turboaufladung bereit, der 180 PS leisten soll. Der Verbrauch liegt dank des Downsizing-GTDi-Aggregats und der im S60 eingesetzten Doppelkupplung (bedienbar über einen Stick auf der Mittelkonsole) bei nur fünf Liter pro 100 Kilometer - der CO2-Ausstoß beträgt lediglich 119 Gramm pro Kilometer. Auch neue Dieselmotoren - einer davon mit Doppelaufladung - sind in der Pipeline.

Gute Aussichten für die künftigen Kunden also. Mag auch das Schicksal von Volvo derzeit ungewiss sein - das frische Denken von Konstrukteuren und Designern dürfte für den Bestand und die Weiterentwicklung der schwedischen Marke sprechen. Von daher ist der S60 nicht nur Technologie-, sondern auch Hoffnungsträger.

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