Deshalb haben die Schweden nach eigenen Angaben die Sitze in der ersten und der zweiten Reihe, das Lenkrad und den Armaturenträger auf einer Art Schlitten montiert, der bei einem Frontalaufprall um bis zu 20 Zentimeter nach vorn geschoben und dabei von speziellen Dämpfern abgebremst wird. Die damit erzielte Verzögerung habe die gleiche Wirkung wie eine entsprechend verlängerte Knautschzone.
Bei einem Heckaufprall können die Sitze um fast acht Zentimeter nach hinten gleiten, so dass auch in diesem Fall die Belastung der Fahrgäste verringert wird. Dabei wird das System nicht nur von den üblichen Crash-Sensoren ausgelöst, sondern kann laut Volvo auch auf Knopfdruck bedient werden, um den Zustieg zum Fond zu erleichtern.
Nachdem das "Ride-Down Concept" über drei Jahre lang in einer virtuellen Umgebung getestet worden ist, hat Volvo das System nun zum ersten Mal verwirklicht und in die in Detroit gezeigte Designstudie 3CC eingebaut. Den ersten Einsatz in einem Serienfahrzeug wird das System nach Informationen aus Unternehmenskreisen im kompakten Volvo C30 haben, der für Ende 2006 unterhalb des S40 angekündigt worden ist.
Volvo: Sicherheit für Kleinwagen
Volvo entwickelt ein neues Sicherheitskonzept für Kleinwagen. Wie der schwedische Autohersteller in Göteborg mitteilt, soll das als "Ride-Down Concept" bezeichnete System die fehlende Knautschzone bei kompakten Fahrzeugen ersetzen.
Autor: dpa





