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Volvo XC70

Polar-Express

Foto: Torbjörn Lundgren 12 Bilder

Die Fahrt von Nordschweden hinunter an die norwegische Fjordküste bis nach Narvik gleicht einer kleinen Polar-Expedition, die im Frühling endet. Der neue Volvo XC70 erwies sich dabei als souveräner und komfortabler Reisewagen.

29.08.2008 Franz-Peter Hudek

Jeden Morgen um sieben, mitten in stockdunkler Nacht, kommt der Radlader und ersetzt den Weckdienst. Wenn er leicht bergauf den feinen Pulverschnee vor sich herschiebt, leuchten seine vier Halogen-Dachscheinwerfer direkt in das Bett von Nummer zehn der Meteorologen Ski Lodge. Trotz des Namens übernachten hier meistens nur Urlauber und natürlich Skifahrer.

Die Zimmernummer ist eine schlichte, schwarze Zehn auf einer kreisrunden Emailplakette an der grauen Lacktür. Mit Ausnahme des wohnlich-familiär eingerichteten Restaurants und der gemütlichen Bar erinnert fast alles an eine richtige Wetterstation. Und würde nicht jeden Morgen der fleißige, gelbe Volvo-Radlader Tonnen von Schnee irgendwohin schaffen, wären die Hotelgäste bald eingeschneit - wie richtige Meteorologen eben. Riksgränsen heißt der Ort, zu deutsch: Reichgrenze. Es ist Schwedens und wohl auch Europas nördlichstes Skigebiet und liegt an der Grenze zu Norwegen.

Skandinavische Märchenwelt

Google Map veranschlagt für die Anreise ab München 2.991 Kilometer beziehungsweise 58 Stunden Nonstop. Per Flugzeug ist Riksgränsen von Kiruna aus zu erreichen. Ab hier fährt man mit dem Auto knappe zwei Stunden weiter in Richtung Norden und taucht in eine skandinavische Märchenwelt ein. Auch wenn die Skisaison, die von Anfang Februar bis Mitte Juni reicht, noch nicht begonnen hat, und hier nördlich des Polarkreises gerade mal 60 Menschen leben und Schnee räumen, lohnt es sich, die Gegend einmal genauer zu erkunden. Ganz besonders in einem Volvo XC70, der hier praktisch zu Hause ist.

Der neue XC70 ist die Polar-Express-Variante der im Herbst vergangenen Jahres eingeführten dritten Generation des Kombi-Klassikers V 70. Gemeinsam mit diesem besitzt der XC70 einen laufruhigen 3,2-Liter-Reihensechszylinder sowie den permanenten Allradantrieb, der beim V 70 nur optional erhältlich ist. Außerdem verfügt der XC70 über eine um 66 auf 209 Millimeter erhöhte Bodenfreiheit, Dachreling, Unterfahrschutz, Seitenschutzleisten, die Bergabfahrhilfe Descent Control und eine Sechsgang-Automatik.

Wagenheizung sorgt für Wärme

Erfreulich ist das relativ niedrige Fahrzeuggewicht von rund 1,7 Tonnen, das dem 238 PS starken Benziner keine Mühe bereitet: Der Sprint von Null auf 100 km/h erfolgt in 8,8 Sekunden, bis zu 215 km/h sind machbar. So gerüstet starten wir zu einer Fahrt von Riksgränsen an die norwegische Nordseeküste nach Bjerkvik und Narvik. Vor der Lodge wartet bereits der Volvo auf seine Besatzung, die ihn zunächst von Schnee und Eis befreien muss. Die Außentemperatur liegt bei moderaten fünf Grad Minus, sodass die Wagenheizung bereits nach wenigen Minuten für angenehme Wärme sorgt.

Das Cockpit ist komplett von der Nobel-Limousine S 80 übernommen und gefällt durch seine sanfte Eleganz. An der nur wenige Kilometer entfernten norwegischen Grenze herrscht dichtes Schneetreiben. Ein Lastwagen-Konvoi parkt auf der rechten Spur. Die Felgen, Kotflügel und Heckfronten der Kastenauflieger sind mit einer dicken, hellbraunen Schnee- und Eisschicht überzogen. Zollbeamte in knallorangenen Overalls regeln den Verkehr. Sie stemmen sich gegen die Windböen und den feinen Schnee in Wüstensand-Qualität. Er wird auf ebenen Flächen sofort vom Wind verweht; nur in Senken und an Hindernissen wächst er zu liegenden, kegelförmigen Skulpturen heran.

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Volvo | Volvo XC70

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