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Kaufberatung Volvo XC90

Fünf Varianten im Check

Volvo XC90, Kaufberatung, 2016 Foto: Volvo 70 Bilder

Es fällt leicht, im neuen Volvo XC90 den idealen Allrounder für Familie, Firma und Freizeit zu sehen. Schwieriger wird es dagegen, sich zwischen den fünf Grundmodellen sowie den zahlreichen Linien und Extras zu entscheiden. Wir helfen bei der Auswahl.

26.04.2016 Bernd Stegemann

Ausstattung: Einige Extras sollten sein

In puncto Sicherheit steht der XC90 bereits von Haus aus vorbildlich da, doch für Komfort, Infotainment und Vernetzung können noch zusätzliche Investitionen einkalkuliert werden.

Aus reiner Vernunft kauft keiner einen SUV, und für ein Design-Stück wie den XC90 wirkt die Basisversion Kinetic doch etwas nüchtern, zumal viele Extras hier nicht zu haben sind. Die 5.950 Euro teurere Linie Momentum mit diversen praktischen (Parkpiepser hinten, heizbare Komfortsitze vorn, elektrische Heckklappe) und dekorativen Elementen (Lederbezüge und Alublenden innen, mehr Chrom außen) passt einfach besser. Weitere knapp 5.000 Euro für den sportiven R Design oder den luxuriösen Inscription müssen dagegen nicht sein, eher schon Voll-LED-Scheinwerfer (980 Euro), Head-up-Display (1.350 Euro) und das Sicherheitspaket Intellisafe Surround mit Totwinkel-, Spurwechsel- und Querverkehrswarnung (600 Euro).

Auch die Rundumkamera mit Aufsichtsper­spektive (1.110 Euro), der integrierte Kindersitz in Fondmitte (250 Euro) oder das Businesspaket (1.850 Euro) mit Einparkassistent, Digitalinstrumenten und Sensus-Navigationssystem sind sehr sinnvoll, nur die Bedienung via Touchpad erfordert etwas Eingewöhnung. Nützlich ist auch das On-Call-System (1.020 Euro) mit Datenmodem, Außenantenne und SIM-Karte, das bei einem Unfall selbsttätig einen Notruf sendet und mit dem sich Internetdienste installieren lassen. Das Premium-Sound-System von Bowers & Wilkins (3.280 Euro) bietet Musikfreunden viel Hörgenuss, das adaptive Luftfahrwerk (2.270 Euro) neben dem besseren Komfort auch eine Absenkung der Ladekante.

Antrieb: Diesel, Benziner oder Hybrid?

Mehr als vier Zylinder hat kein aktueller XC90, aber meist Allradantrieb und immer eine komfortable Achtgangautomatik an Bord. Als zeitgemäße Alternative gibt es auch eine Hybridvariante.

Obwohl die Kürzel "D5" oder "T6" ganz vertraut und nach fünf oder gar sechs Zylindern klingen, werden alle neuen XC90 von Zweiliter-Vierzylindern angetrieben. Erste Wahl beim mindestens 2.050 kg schweren SUV sind weiterhin die durchzugsstarken und sparsamen Diesel, die nie den Eindruck machen, zu klein oder zu stark aufgeladen zu sein. Wegen des hohen Einspritzdrucks klingen sie zwar etwas kernig, arbeiten jedoch sehr harmonisch mit der sanften, treffsicheren Achtstufenautomatik (Serie) zusammen. Wer auf den sonst obligatorischen Allradantrieb verzichten kann, wird auch im frontgetriebenen D4 nicht über mangelndes Temperament klagen. Für nur 4.600 Euro Aufpreis bietet der D5 AWD allerdings spürbar mehr Kraftreserven und Traktion bei maßvollem Mehrverbrauch von 0,6 l/100 km.

Da sind die beiden Turbobenziner um einiges durstiger, dazu teurer und nicht so überlegen, wie es ihre höhere Leistung suggeriert. Denn im Drehmoment schafft selbst der zusätzlich von einem Kompressor beatmete T6 nur den Wert des Basisdiesel (400 Nm), und das teure Plug-in-Hybridmodell T8 bietet allein dank Elektro-Boost an der Hinterachse 240 Nm mehr. Damit lässt sich prima spurten, aber noch besser Sprit sparen - zumindest wenn es nicht viel über die elektrische Reichweite von rund 40 Kilometern hinausgeht. Perfekt für die meisten Alltagswege oder die Fahrt in zugangsbeschränkte Innenstädte, doch auf längeren Strecken bleibt der Normverbrauch von 2,1 l/100 km ebenso theoretisch wie der CO2-Ausstoß von 49 g/km.

Kosten: Nicht billig, aber preiswert

Wenn die Anschaffung erst mal verkraftet ist, lässt sich der XC90 relativ günstig unterhalten. Die beiden Diesel verdienen auch deshalb klar den Vorzug, weil sie stets wirtschaftlicher als die Benziner sind.

Selbst mit den handelsüblichen Rabatten ist der XC90 kein Schnäppchen, zumal es mit dem Basispreis von 50.100 Euro selten getan sein dürfte. In den Festkosten schneidet der empfehlenswerte D5 AWD Momentum aber günstiger als beispielsweise ein vergleichbarer BMW X5 xDrive 25d ab, bei Wartung und Reparaturen nur marginal schlechter. Als typische Firmenwagen werden große SUV meist für drei Jahre geleast, doch daneben bietet Volvo auch zwei attraktive Finanzierungsmodelle an. Trotz höherer Kfz-Steuer rechnen sich die Diesel wegen der niedrigeren Anschaffungskosten, Verbräuche und Spritpreise bereits ab dem ersten Kilometer, während sich der aufwendige, teure Plug-in-Hybrid T8 ohne Steuervergünstigung rein wirtschaftlich nie rentiert.

Fazit: Designer-Auto mit Langzeitqualitäten

Obwohl sich Volvo längst zur Designer-Marke im zeitlosen, unverwechselbaren Schweden-Stil gewandelt hat, überzeugt der XC90 auch in der zweiten Generation mit klassischen Markentugenden wie Sicherheit, Qualität, viel Platz und praktischen Detaillösungen. Das macht ihn trotz hoher Einstandspreise zum vernünftigen Investment weit über die übliche Leasingdauer von drei Jahren hinaus, zumal er alle Voraussetzungen für eine ähnlich lange Haltbarkeit (19 Jahre) und Laufleistung (über 300.000 km) wie der Durchschnitt seiner Vorfahren mitbringt. Perfekt wäre es, wenn sich Volvo dafür mit mehr als den vorgeschriebenen zwei Jahren verbürgen und von den Kunden für eine Anschlussgarantie (bis zu zehn Jahre) nicht zusätzlich Geld verlangen würde.

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