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2.000 km durch Deutschland

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Deutschlands längste und schönste Oldtimer-Rallye startet erneut. Vom 21. bis 29. Juli reist eine Karawane von 150 Klassikern durch die Republik.

10.05.2007 Alf Cremers Powered by

Wenn alles glatt läuft, ist etwas schiefgegangen. Der enorme Erlebniswert der 2.000 Kilometer lässt sich nämlich noch deutlich steigern, und der Stoff für unterhaltsame Anekdoten geht einem so schnell nicht aus.

Grandiose Landschafts-Erfahrung

Durch spektakuläre Pannen, Platzregen, die alles unter Wasser setzen, Schrauberaktionen bis in die Nacht oder weite Umwege im dünn besiedelten Niemandsland menschlicher Zivilisation.

Gegenden, in denen noch Störche brüten und Fasane auffliegen, sobald der offene MG-B die Waldlichtung passiert. Das Glücksgefühl, nach einer Extratour durch die Provinz wieder zum Feld aufschließen zu können, ist unbeschreiblich. Und selbst eine verpasste Kontrollstelle, bei der nur noch das Trassenband einsam im Wind flattert, weist dem Abgehängten den richtigen Weg.

Denn das über 300 Seiten starke Roadbook ist eben trotz vorbildlicher Kilometerkalibrierung und ziemlich narrensicherer Machart immer noch Interpretationssache des Beifahrers. Aber selbst wenn die Stimmung an Bord stets harmonisch ist, der Klassiker sprichwörtlich wie geschmiert läuft und es nur zwei oder drei harmlose Verfranser pro Etappe gibt, nötigen die 2.000 Kilometer der Crew allerhand Kondition, Orientierungsvermögen und Improvisationstalent ab.

Zum letzten Mal mit Günter Krön

Diese einzigartige Deutschland-Tournee geht nun in die 19. Runde - es sind noch ein paar Plätze frei im Zirkus Krön, der zum letzten Mal vom charismatischen Direktor selbst geleitet wird. Der Erfinder der 2.000 km der Neuzeit, das Vorbild fand als große Zuverlässigkeitsfahrt 1933 und 1934 statt, ist zum 19. und letzten Mal Organisator, Manager und Fahrtleiter.

Günter Krön, inzwischen 65 Jahre alt, übergibt heuer an Lars Döhmann, dem ehemaligen Motor Klassiker, der mit Horst- Dieter Görg Lebenswerk und Markenzeichen des gelernten Textilkaufmanns und Innenarchitekten weiterführen wird. Mit Krön als Berater, versteht sich.

Einmal quer durch die Republik

Dieses Mal ist der Wahl-Rheinländer aus der nicht immer frauenkompatiblen Endlosschleife ewigen Fahrens ausgebrochen und bietet mit dem Tagesaufenthalt im Kulturjuwel Dresden und einer 100-Kilometer-Rundfahrt durch die reizvolle Sächsische Schweiz der Karawane eine Oase bedächtigen Innehaltens. Die neu erbaute Frauenkirche wird viele reizen, dazu Semperoper, Zwinger und die Brühlschen Terrassen. Gestartet wird wie immer Sonntagmorgen vom Schlosspark Wickrath aus, einer Randgemeinde von Mönchengladbach.

Die erste Etappe hat mit 405 Kilometern Marathonqualitäten. Sie führt über den Niederrhein, die Voreifel und das Siebengebirge bis Andernach, dann geht es auf der anderen Rheinseite weiter durch Westerwald und Taunus dem Maintal entgegen bis nach Würzburg.

Acht Tage lang herrliche Strecken

Der Montag führt über die mittelalterlichen Stadtzentren von Rothenburg, Dinkelsbühl und Nördlingen bis kurz vor Augsburg. Kurz nach dem südlichsten Punkt der Route wird Schrobenhausen erreicht, durchs Altmühltal geht es dann nach Nürnberg. Dienstag bewegt sich die Oldtimerkarawane durch Oberfranken nach Bayreuth, über Fichtelgebirge, Vogtland und die Ausläufer des Erzgebirges auf das Elbflorenz zu, wo die Motoren zwei Nächte lang schweigen.

Von Dresden aus wird am Donnerstag nordwestlicher Kurs die Elbe abwärts genommen - Leipzig und Halle werden angepeilt, es geht nach Magdeburg, den nächsten Übernachtungspunkt. Über den Harz erreicht der Tross die VW-Metropole Wolfsburg, dann durch die Lüneburger Heide nach Hannover.

Schließlich ist am Samstag das Finale der Deutschlandfahrt angesagt, durchs Weserbergland tauchen die Fahrzeuge in die Westfälische Tiefebene ein, streifen das nördliche Sauerland bei Bad Sassendorf und finden durchs Ruhrtal zwischen Dortmund und Velbert nach Düsseldorf ins Meilenwerk. Der Endspurt führt dann über den Rhein und die alte Römerstadt Neuss zurück nach Wickrath. Im Schlosspark wird die Ankunft der Haudegen gefeiert, aber das Roadmovie flimmert noch lange weiter in den Köpfen und in den Erzählungen.


Das Wichtigste kompakt:

  • Last-Minute-Buchungen sind noch bis zum 31. Mai unter der Nummer 0 24 34/51 56 möglich.
  • Startgeld pro Team (zwei Personen, Vollpension) 3.750 Euro
  • Baujahrsbeschränkung bis 1977, Youngtimer bis 1982
  • Start und Ziel im Schlosspark Mönchengladbach-Wickrath.

Dort ist am Samstag, 21. Juli, das große 2.000 km- Oldtimerfestival mit der anschließenden technischen Abnahme und dem Prolog der teilnehmenden Klassiker. Bedingung für die Mitfahrt ist ein verkehrssicheres, langstreckentaugliches Automobil. Pannenhilfe leisten die Teams des AvD. Havarierte können die Tour im Setra-Oldtimerbus beenden. Weitere Informationen auf www.2000kmdurchdeutschland.de

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