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Vorschau GP China

Matchball Hamilton

Foto: dpa 74 Bilder

Nur sieben Tage nach der Nullnummer von Japan kann McLaren-Pilot Lewis Hamilton am Sonntag (19.10.) in Shanghai F1-Weltmeister werden. Die Konkurrenz von Ferrari und BMW-Sauber wird das mit allen Mitteln zu verhindern versuchen.

15.10.2008 Tobias Grüner Powered by

Bei fünf Punkten Vorsprung ist die Rechnung einfach: Wenn Hamilton gewinnt, muss Massa schon mindestens Vierter werden, um den verfrühten Titelgewinn des McLaren-Pilots zu verhindern. Kubicas Meisterschaftshoffnungen sind bei zwölf Punkten Rückstand momentan noch theoretischer Natur. Nur wenn der Pole - wie schon in Fuji - vor seinen beiden WM-Kontrahenten bleiben kann, gibt es zum Saisonfinale in Brasilien einen echten Dreikampf.

Im Vorjahr hatte der spätere Weltmeister Kimi Räikkönen zum gleichen Zeitpunkt allerdings bereits 17 Zähler Rückstand auf Hamilton. Kubica will deshalb noch lange nicht aufgeben. Der Pole weiß aber auch: "Nur wenn die Konkurrenz Fehler macht, habe ich eine realistische Chance." Bei seinen ersten China-Starts in den beiden vergangenen Jahren konnte der BMW-Pilot allerdings noch keinen WM-Punkt sammeln: "Bisher hat mir diese Strecke kein Glück gebracht. Ich hoffe, dass sich das nun ändert."

Renault macht Spitzenteams Konkurrenz

Zum engsten Favoritenkreis gehört BMW-Sauber allerdings nicht. Wenn alles normal läuft, werden Ferrari und McLaren-Mercedes den Sieg unter sich ausmachen. Die Strecke und die ansteigende Formkurve spricht dabei für die Italiener, die beiden harten Reifenmischungen spielen den Silberpfeilen in die Karten. Wie üblich wird viel vom Wetter abhängen: Je höher die Temperaturen, desto größer die Reifenbelastung, desto besser für Ferrari.

Bei McLaren muss Teamchef Ron Dennis nun Ruhe reinbringen. Nach dem Nuller von Fuji schlug Hamilton eine Welle der Kritik entgegen, weil er zu aggressiv und taktisch nicht besonders clever zu Werke ging. Auch bei seinen Fahrerkollegen hat sich der Brite nach einigen überharten Manövern unbeliebt gemacht. Und ausgerechnet jetzt geht es nach Shanghai, wo Hamilton 2007 den Titel mit einem Ausrutscher in der Boxeneinfahrt verspielte. "Ich habe daraus gelernt", erklärte der 23-Jährige vor dem GP China noch einmal. Jetzt muss er beweisen, dass er dem Druck gewachsen ist.

Gefahr lauert für die Silberpfeile aber nicht nur von Ferrari: Als dritte Kraft hat sich zuletzt Renault etabliert. In Japan notierten Fernando Alonso und Nelson Piquet Jr. die dritt- bzw. viertschnellsten Rundenzeiten. Die Franzosen reisen selbstbewusst nach China, nachdem sie zuletzt das Auto besser verstanden und Probleme wie Untersteuern in den Griff bekommen haben: "Ich kann jetzt wieder aus eigener Kraft um den Sieg kämpfen", freute sich der zweimalige Weltmeister. Mit drei Punkten Rückstand auf Heikki Kovalainen und acht Zähler hinter Nick Heidfeld sieht Alonso auch in der WM-Wertung noch Luft nach oben.

Red Bull-Teams mit Außenseiterchancen

Auch die beiden Red Bull-Rennställe dürften beim zweiten Teil des Asien-Doppelschlags eine gute Figur abgeben. Die schnellen Kurven liegen den fast baugleichen Boliden des Brauseherstellers. Für Toro Rosso spricht die Motorleistung auf der langen Gerade und der mit über 50 Prozent relativ hohe Vollgasanteil. Sebastian Vettels Minimalziel lautet also wieder, zumindest in die Punkte zu kommen.

Weniger optimistisch reisen Toyota und Williams auf den 5,4 Kilometer langen Kurs in der chinesischen Hafenstadt. Neben der Motorleistung ist auf der topfebenen Strecke vor allem aerodynamische Effizienz gefragt. Nicht gerade eine Stärke der beiden Teams. Nico Rosberg versucht trotzdem optimistisch zu bleiben: "Wir werden unser Bestes geben. Außerdem besteht in China immer die Möglichkeit eines Regenschauers. Man weiß nie was passiert."

Nach ersten Wettervorhersagen soll es allerdings trocken bleiben bei Temperaturen um 25°C.      

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