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Vorschau GP Frankreich

BMW hat Blut geleckt

Foto: dpa 46 Bilder

Siege machen bekanntlich optimistisch bis euphorisch. Nach dem BMW-Premierensieg in Montreal will man in Magny Cours den angeschlagenen Top-Teams von McLaren-Mercedes und Ferrari eine weitere Niederlage verpassen.

19.06.2008 Tobias Grüner Powered by

Auf den ersten Blick sieht die Ausgangslage für einen weiteren BMW-Erfolg nicht schlecht aus. Ferrari zeigte in dieser Saison vor allem Schwächen in schnellen Kurven, von denen die Strecke in Magny Cours einige bereithält. McLaren muss seinerseits mit dem Handicap der Startstrafe für Speerspitze Lewis Hamilton planen.

Heikki soll’s richten

Der Vizeweltmeister wird nach seinem Boxen-Crash in Montreal zehn Startplätze zurückversetzt und dabei doppelt bestraft. Kommt Hamilton wie erwartet in den letzten Quali-Abschnitt könnte er sich zwar einen Startplatz im Mittelfeld sichern, allerdings darf der Brite im Gegensatz zur direkten Konkurrenz vor dem Rennen nicht nachtanken. Zudem ist das Überholen in Frankreich trotz der breiten Haarnadel "Adelaide" nicht ganz einfach. "Wir müssen uns auf die richtige Strategie konzentrieren", so Hamilton über das mögliche Erfolgsrezept.

Hamiltons Pech könnte das Glück von Heikki Kovalainen bedeuten. Der Finne muss nun für McLaren die Kohlen aus dem Feuer holen. Auf Strecken mit schnellen Kurven konnte der Youngster seine Fähigkeiten in diesem Jahr bereits beweisen. Für ein Top-Resultat fehlte einzig das Glück. "Ich bin fest entschlossen endlich meinen ersten Sieg einzufahren", lautet Heikkis Kampfansage vor dem Rennen.

Renault vor dem Heimspiel

Im Verfolgerfeld könnte sich ein Zweikampf Red Bull gegen Renault um die verbleibenden Punkte entwickeln. Magny Cours ist eine Strecke mit glattem Belag und wenig Kontakt zu den Curbs. Es herrschen fast Windkanalverhältnisse. Sowohl der Red Bull als auch der Renault verfügen über eine gute Aero-Stabilität, die in Frankreich zum Tragen kommen könnte. Renault hat für das Heimspiel zudem eine neue Ausbaustufe mit einem neuen Frontflügel angekündigt.

Bei Williams muss Nico Rosberg genau wie Lewis Hamilton zehn Startplätze zurück. Auch der Wiesbadener war in Kanada am Massencrash in der Boxengasse beteiligt. "Es wird wohl etwas schwieriger als gewöhnlich", beschreibt Rosberg die Ausgangslage vor dem Rennen. Die Situation mit den zwei schnelleren Piloten im Mittelfeld verspricht für die Fans auf jeden Fall erhöhte Spannung und die Aussicht auf Überholmanöver. 

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