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Vorschau GP Hockenheim

Heimspiel für Nick & Co

Foto: Wolfgang Wilhelm 37 Bilder

Fünf Piloten aus Deutschland stehen am Sonntag (20.7.) in Hockenheim am Start. Zudem feiern auch Mercedes und BMW ihren Heim-Grand Prix. Zu Beginn der zweiten Saisonhälfte ergibt sich zusätzliche Spannung aus den knappen Abständen an der Spitze des WM-Klassements.

17.07.2008 Tobias Grüner Powered by

Die beiden Ferrari-Piloten Kimi Räikkönen und Felipe Massa liegen punktgleich mit McLaren-Youngster Lewis Hamilton in Führung. Mit nur zwei Punkten Rückstand liegt auch noch BMW-Pilot Robert Kubica in unmittelbarer Schlagdistanz. Verschiebungen in der Reihenfolge sind in Hockenheim also mehr als wahrscheinlich.

"Jeder Punkt ist wichtig, wie schon im vergangenen Jahr", fasst Weltmeister Räikkönen die Ausgangssituation vor der zweiten Saisonhälfte zusammen. Nach fünf sieglosen Rennen steht der Finne bereits etwas unter Druck. Vor dem Rennen schickte der Blondschopf noch ein kurzes Stoßgebet an die Wettergötter: "Ich hoffe, es wird heiß in Hockenheim", wünscht sich Räikkönen, "bei hohen Temperaturen geht unser Auto richtig gut."

Wechselhaftes Wetter

Ob die Wetterfrösche ihm diesen Wunsch erfüllen, bleibt abzuwarten. Aktuell sieht es eher nach wechselhaftem Bedingungen über das gesamte Wochenende aus. So geht Vizeweltmeister Lewis Hamilton auch als Favorit ins Rennen. Der Brite war bereits 2005 mit der Formel 3 und 2006 mit der GP 2 zu Gast im Badischen und erzielte einige gute Resultate. "Hier gibt es ein bisschen von allem. Besonderen Spaß macht es, das Auto in die Highspeed-Kurven zu schmeißen", freut sich Hamilton auf sein Hockenheim-Gastspiel.

Bei den Testfahrten in der Vorwoche untermauerte der Silverstone-Sieger seine Favoritenstellung bereits. Bei seinen beiden Einsätzen lieferte Lewis jeweils die Tagesbestzeit ab. Aber auch Teamkollege Heikki Kovalainen will zeigen, dass er in der englischen Regenschlacht zuletzt unter Wert geschlagen wurde. Auch er reist optimistisch nach Deutschland: "Auf der Bremse sind wir besonders stark. Und darauf kommt es hier an."

Hockenheim ist von der Charakteristik ein Stop-and-Go-Kurs. Die Piloten müssen gleich mehrmals aus hohen Geschwindigkeiten runterbremsen. Die mit über 300 km/h schnellste Stelle am Ende der Parabolika liegt nur wenige Meter entfernt von der Spitzkehre, die mit gut 60 km/h den langsamsten Streckenteil markiert. In nur 2,3 Sekunden verringert sich der Speed um 240 km/h. Bei Strecken dieser Art konnte McLaren in dieser Saison besonders glänzen.

Besonderes Rennen für BMW-Sauber

Die Hoffnung der deutschen Fans liegt auch auf dem BMW-Sauber Team. In der Konstrukteurs-WM liegen die Weiß-blauen im Sandwich zwischen Ferrari und McLaren. Klar, dass man diese Stellung beim Heimspiel bestätigen will. "Der GP von Deutschland ist für unser ganzes Team etwas Besonderes" freut sich Nick Heidfeld. Der Mönchengladbacher ließ zuletzt mit zwei zweiten Plätzen aus den letzten drei Rennen einen Aufwärtstrend erkennen.

Seine bekannten Schwierigkeiten beim Aufwärmen der Reifen im Qualifying seien überwunden, hieß es zuletzt aus dem Team. Sollte es dennoch ein Problem geben, wird sich das in Hockenheim zeigen. Hier ist es besonders schwer, Temperatur in die Gummis zu bekommen. Die Erfahrung dürfte allerdings für den Deutschen sprechen, denn Robert Kubica fährt zum ersten Mal einen Formel 1-Grand Prix im Motodrom.

Rosberg mit Chancen

Neben den drei Top-Teams werden sich wieder viele Piloten im breiten Mittelfeld um die verbleibenden Punkte streiten. Gute Chancen werden dabei dem Williams-Team mit Nico Rosberg am Steuer eingeräumt. "Der Kurs sollte unserem Auto gut liegen", gab sich der Wiesbadener optimistisch. Spannung geht auch von den beiden Red Bull-Schwesterteams aus. Bei den Testfahrten herrschte zuletzt ein umgekehrtes Kräfteverhältnis, als Sebastian Vettel schnellere Zeiten fuhr als Mark Webber. Für den 21-jährigen Toro Rosso-Piloten ist Hockenheim ein echtes Heimspiel. Seine Heimat Heppenheim ist nur eine halbe Autostunde entfernt.

Toyota-Pilot Timo Glock muss in seinen Heimatort Wersau nur eine Viertelstunde länger fahren. Doch um näher an seinem Team zu sein, hat Glock auch in Köln eine Bleibe. Adrian Sutil ist der fünfte Deutsche im Bunde. Der in der Schweiz lebende gebürtige Gräfelfinger hat im Force India die schlechtesten Aussichten des Quintetts. Wie in Monaco würde dem 25-Jährigen wohl nur ein kräftiger Regenguss am Sonntag helfen.

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