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Vorschau GP Italien

Ferrari selbstbewusst

Foto: dpa 52 Bilder

Nach dem Doppelsieg in der Türkei wittert Ferrari im Titelrennen wieder Morgenluft. Beim Heimspiel in Monza soll die Aufholjagd auf McLaren am Sonntag (9.9.) erfolgreich fortgesetzt werden.

06.09.2007 Powered by

Monza ist das Rennen der Rekorde: Im königlichen Park fahren die F1-Boliden mit minimalem Abtrieb, erreichen die höchsten Topspeeds (bis zu 350 km/h) und kommen über die Distanz auf die größte Durchschnittsgeschwindigkeit im Rennkalender. Zudem ist Monza die Strecke mit den meisten Grand Prix überhaupt: Am Sonntag (9.9.) wird das 57. Formel 1-Rennen auf der Traditionsstrecke in der Lombardei ausgetragen. Selbst Monte Carlo (54 GPs) und Silverstone (41) können da nicht mithalten.

Bauarbeiten im königlichen Park

Der "Dinosaurier" unter den Rennstrecken zeigt sich in diesem Jahr allerdings leicht verändert. Auf Wunsch der Fahrer wurde die Auslaufzone hinter der zweiten Schikane asphaltiert. Ausrutscher enden nun nicht mehr im Kiesbett, sondern im besten Fall mit einem harmlosen Dreher und anschließender Weiterfahrt. Bei den Testfahrten vergangene Woche zeigten sich die Piloten zufrieden mit dem schon seit Jahren geforderten Umbau.

Aus sportlicher Sicht steht natürlich wieder das Spitzenduell im Fokus. Ferrari dominierte zuletzt in der Türkei. Allerdings ist der Hochgeschwindigkeitskurs in Monza nicht vergleichbar mit anderen Strecken. Die Teams verwenden ein komplett neues Aerodynamikpaket, welches nur für dieses eine Rennen konstruiert wurde. Die schmalen Front- und Heckflügel sind auf minimalen Abtrieb ausgelegt. Einige Teams setzen sogar spezielle Monza-Bodykits mit veränderten Motorenabdeckung ein. Nach dem Italien GP wandern die Spezialteile dann direkt wieder in die Tonne. Auf anderen Strecken wären sie nutzlos.

Silberpfeile mit guten Tests

Ein wenig Aufschluss über die wahre Stärke der Teams gaben die Testfahrten in der vergangenen Woche. McLaren konnte an allen vier Tagen die Bestzeiten setzen und hat sich damit selbst in die Favoritenrolle gebracht. Sowohl bei den Longruns als auch auf einer schnellen Runde waren die Silberpfeile schneller als die Konkurrenz aus Italien. Aber wer Ferrari kennt, der weiß, dass die Roten vor dem Heim-Grand Prix noch einmal alle Kräfte mobilisieren werden.

Im Endspurt der Meisterschaft zählen für Ferrari nur noch Siege: Massa und Räikkönen müssen in den noch fünf verbleibenden Rennen 15 bzw. 16 Punkte Rückstand auf die Spitze aufholen. Ferrari-Streckenchef Luca Baldisseri zeigte sich vor dem Heimspiel zuversichtlich und bemühte vergangene Erfolge, um sein Team zu motivieren: "Wir haben das Jahr 2000 immer noch in guter Erinnerung. Damals mussten wir mit Michael Schumacher in der Meisterschaft Boden gutmachen und alle vier verbleibenden Rennen gewinnen - was uns schließlich auch gelang.“

BMW will vorne mitmischen

Auch bei BMW-Sauber hofft man heimlich, in Italien um den Sieg mitkämpfen zu können. Nick Heidfeld ist optimistisch, dass die Streckencharakteristik dabei helfen könnte: "In Monza braucht man ein sehr gutes Low-Downforce-Paket, und das gelingt uns normalerweise ziemlich gut." Allerdings wurden in dieser Saison bislang alle Rennen von McLaren- oder Ferrari-Piloten gewonnen. Heidfeld und Kubica haben aber auf jeden Fall das Potenzial, die beiden Topteams ein wenig zu ärgern.

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