Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Vorschau GP Ungarn

McLaren Favorit

Foto: Wolfgang Wilhelm 55 Bilder

Beim Grand Prix von Ungarn muss Ferrari aufpassen, nicht den Anschluss in der WM-Wertung zu verlieren.Nach zwei Siegen in Folge strebt McLaren-Pilot Lewis Hamilton in Budapest den Hattrick an.

31.07.2008 Tobias Grüner Powered by

Normalerweise herrscht bei Mercedes-Sportchef Norbert Haug eher Zurückhaltung, wenn es um Prognosen für anstehende Rennen geht. Doch für das Rennen in Ungarn kommen die Silberpfeile nicht aus der Rolle des Favoriten raus: "Wenn man zwei Rennen in Folge gewonnen hat, muss man wohl damit leben", so Haug.

WM-Spitzenreiter Hamilton weiß seinen Zweckpessimismus da schon geschickter zu verpacken: "Wir hatten zwei starke Rennen, aber in den zwei davor gab es auch einige Schwierigkeiten." Deshalb sei es seiner Ansicht nach unmöglich den Ausgang zu prognostizieren. Angesichts der Überlegenheit in Silverstone und Hockenheim wäre alles andere als ein silberner Erfolg jedoch eine faustdicke Überraschung.

Ferrari in der Krise?

Auch McLaren-Geschäftsführer Martin Whitmarsh gelingt es nicht, die Konkurrenz stark zu reden, auch wenn er warnt Ferrari nicht zu unterschätzen. Bei den Roten herrschte zuletzt Krisenstimmung, obwohl das Team versucht nach außen ruhig zu bleiben. Nur 14 Zähler aus den letzten beiden Rennen, da müssen radikale Maßnahmen her. In Budapest wird erstmals die von Red Bull bekannte Heckflosse auf der Airbox zum Einsatz kommen.

Dabei müsste die Strecke den Italienern eigentlich entgegen kommen: heiße Temperaturen, viele enge Kurven, viel Abtrieb und weiche bzw. superweiche Reifen bilden normalerweise ideale Bedingungen für den reifenschonenden F2008. Dort wo andere Teams mit Graining und Untersteuern zu kämpfen haben, können Räikkönen und Massa in der Regel ihre Stärke ausspielen. Umso herber wäre es, wenn man auch in Ungarn eine Schlappe hinnehmen müsste.

Als Vorraussetzung für den Erfolg in Budapest gilt ein gutes Qualifying. "Überholen ist sehr schwierig, das muss man bei der Rennstrategie berücksichtigen", erklärt BMW-Technikchef Willy Rampf. Wegen den vielen langsamen Kurven fahren die Teams mit einem abgewandelten Monaco-Set-Up. BMW wird hier einen Zusatzflügel über den Seitenkästen fahren. Pilot Nick Heidfeld freut sich bereits auf das Rennen bei dem er in den letzten beiden Jahren aufs Treppchen fahren konnte: "Ich bin hier immer gut zurecht gekommen, mir liegt diese Strecke", sagte der Mönchengladbacher.

BMW: Theissen fordert Podium

Obwohl BMW zuletzt vor allem im Qualifying Schwächen zeigte, gab Teamchef Mario Theissen die Parole aus: "Das Podium ist Pflicht." Die vergangenen Rennen haben allerdings gezeigt, dass die Grenze zum Mittelfeld immer mehr verschwimmt. Teams wie Toyota, Red Bull, Toro Rosso und Renault sind auf dem Vormarsch. Vor allem die Qualifying-Stärke von Piloten wie Fernando Alonso, Jarno Trulli und Mark Webber könnte in Ungarn entscheidende Vorteile bringen.

Vom deutschen Pilotenquintett dürfte Nick Heidfeld die besten Chancen auf Punkte haben. Sebastian Vettel und Timo Glock werden sich wie schon in Hockenheim am Ende der Top Ten um die letzten Zähler streiten. Für Vettel ist Ungarn der erste Grand Prix, den er bereits aus der Vorsaison kennt. Hier begann 2007 seine Karriere als Stammfahrer bei Toro Rosso. Nico Rosberg will erneut zeigen, dass er zuletzt unter Wert geschlagen wurde. Dabei dürfte die hohe Reifenbelastung ein Vorteil für den Williams sein. Für Adrian Sutil bleibt wie schon die ganze Saison nur ein Ziel: Teamkollegen Giancarlo Fisichella schlagen.

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
3D Felgenkonfigurator
Anzeige