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Vorschau Nürburgring

Spätvorstellung

Foto: DTM 36 Bilder

Am Nürburgring steht am Wochenende (25- 27.7.) der siebte Lauf  zur DTM auf dem Programm. Damit biegt die beliebteste Tourenwagenserie Europas langsam auf die Zielgerade der Saison ein.

24.07.2008 Gregor Messer Powered by

Wegen der TV-Übertragung der Schlussetappe der Tour de France wird das Rennen allerdings erst spät am Nachmittag um 17.35 Uhr gestartet. Das Qualifying am Samstag findet aus gleichem Grund sogar noch später, nämlich erst um 18.48 Uhr, statt. "Bezüglich Wetter und Streckentemperatur kann dies Bedingungen mit sich bringen, die am Testtag zuvor nicht zu üben sind", gibt Mercedes-Sportchef Norbert Haug zu bedenken. Aber auch er hofft, dass wegen der geänderten Zeiten mehr Fernsehzuschauer die DTM sehen als sonst.

Bester Mercedes-Fahrer nur auf Rang drei

Nach sechs Rennen steht es zwischen Audi und Mercedes 3:3. Die Ingolstädter konnten durch Mattias Ekström beim letzten Lauf in Zandvoort ausgleichen. An der Tabellenspitze belegen gleich zwei Audi-Piloten die ersten beiden Plätze. Timo Scheider kommt wie gehabt als Tabellenführer zu seinem Heimrennen an den Ring. Fünf Punkte dahinter folgt nun Ekström. Erst auf Rang drei der erste Mercedes-Pilot, der Brite Jamie Green, der wie Ekström in dieser Saison bereits zwei Rennen gewinnen konnte.

Scheider weiß im Übrigen, was er seinen Anhängern schuldig ist. Der gebürtige Lahnsteiner versorgt seine Fans - und die kommen am Ring zahlreich - wie bereits im Vorjahr ausgiebig mit 1.000 Liter Freibier und steht dafür höchstpersönlich am Samstagabend nach dem Qualifying am Zapfhahn. Dass ihn sein Teamkollege Ekström in Zandvoort bezwingen konnte, ist für den Tabellenführer nicht weiter tragisch: "Wichtig ist vor allem, dass ich mit fünf Punkten Vorsprung zum Nürburgring komme. Die Erfahrung aus dieser Saison hat gezeigt, dass mein Ingenieur und ich das Set-up schneller und besser herausfinden als meine Teamkollegen."

Ausgeglichene Fahrzeuggewichte

Was das Gewicht betrifft, herrscht zwischen den aktuellen Modellen von Audi und Mercedes Ausgeglichenheit. Der 2008er A4 und die aktuelle C-Klasse wiegen genauso viel wie beim Saisonstart - 1.050 Kilogramm. Mercedes hat in der Eifel einen guten Ruf zu verteidigen: Von den bislang 64 DTM-Rennen am Ring konnten die Sterne 28 gewinnen. In der neuen DTM seit 2000 sind es sechs Erfolge in bislang 13 Rennen. Damit ist Mercedes erfolgreichster Hersteller. Doch im vergangenen Jahr stand Martin Tomczyk ganz oben auf dem Treppechen: "Ich habe an den Nürburgring gute Erinnerungen, die bis in meine Formel BMW Junior-Zeit zurückreichen", meint der Rosenheimer. Die Fahrzeugabstimmung könnte sich wieder schwierig gestalten: "Hier gibt es immer Zielkonflikte", beschreibt Tomczyk die Set-up-Arbeit, "denn hier gibt sehr schnelle, flüssige Passagen, die eine gute Aerodynamik erfordern, aber auch die enge Mercedes-Arena, in der es auf  mechanische Traktion ankommt."

Bei Mercedes hofft insbesondere Bruno Spengler mit einem Sieg den Anschluss an die Tabellenspitze wieder herzustellen. Der Frankokanadier, der als heißer Titelaspirant in die Saison startete, läuft seiner starken Vorjahresform noch etwas hinterher. Spengler, der 2006 das Rennen am Ring gewinnen konnte und im Vorjahr Zweiter wurde, reist optimistisch in die Eifel: "Ich mag die Strecke einfach", sagte Spengler.

Kein Rhythmus

Der Eifelkurs ist für die Piloten sehr anspruchsvoll: Die langsamen Passagen wie die Mercedes-Arena und die NGK-Schikane lassen keinen flüssigen Rhythmus zu. Die Strecke ist sehr eben, der Reifenverschleiß ist hier unterdurchschnittlich. Die am Nürburgring immer zu erwartenden Wetter-Kapriolen wirken sich auf die Rennstrategie aus, wobei für das Wochenende schönes, warmes Wetter angekündigt ist. Sollte es dennoch gewittern, sollten sich die Teamverantwortlichen einer Eigenheit besonders bewusst sein: Am Ring trocknet der Asphalt stets zügig ab.

Für die Fans ist das Rennen am Ring seit Jahren ein Hit. Doch diesmal sind die Zuschauer erheblich durch die Bauarbeiten an der Haupttribüne eingeschränkt. Dafür gibt es Zusatztribünen mit gutem Blick. Der gepflegten Abendunterhaltung durch die DTM steht also nichts im Weg.

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