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Vorschau Rallye Dakar 2010

Entscheidung in Südamerika

VW Race Touareg 2 Foto: Volkswagen 95 Bilder

Am 1. Januar beginnt für die Fahrer-Teams der VW Race-Touareg in Buenos Aires das Projekt Titelverteidigung. Exakt 9.030 Kilometer stehen in den nächsten zwei Wochen in Argentinien und Chile auf dem Programm, auf 4.810 Kilometern wird auf Bestzeit gefahren.

30.12.2009 Powered by

VW-Sportchef Kris Nissen fungiert als Oberbefehlshaber über 80 Teammitglieder, die sich auf fünf Race-Touareg, elf MAN-Service-Lastwagen und ein Dutzend weitere Begleitfahrzeuge verteilen. Die Fahrer stammen aus aller Herren Länder. Ein Deutscher ist jedoch nicht dabei. Vorjahressieger Giniel de Villiers kommt aus Südafrika, Carlos Sainz ist Spanier, Mark Miller Amerikaner, Nasser Al-Attiyah stammt aus Katar und Neuzugang Mauricio Neves aus Brasilien. Immerhin sind zwei der VW-Copiloten Deutsche: Der Berliner Ingenieur Timo Gottschalk weist Al-Attiyah den Weg, Dirk von Zitzewitz leitete de Villiers im Vorjahr mit sehr cleverer Navigation zum Sieg.

De Villiers gilt als cleverer Taktiker, der auch mal auf Abwarten fahren kann. Attribute, die für seine eher heißblütigen Teamkameraden Sainz und Al-Attiyah nicht unbedingt zutreffen. Beide lagen 2009 in Führung, beide scheiterten. Der Spanier warf seinen VW kopfüber in einen vier Meter tiefen Graben. Der Katari musste aufgeben, weil er es versäumt hatte, den Kühlerschacht seines BMW-Prototyps von Kamelgras zu reinigen. Das Triebwerk erlitt deswegen einen Hitzekollaps.

Alle jagen den Titelverteidiger

Gejagt wird das TDI-Quintett von schlagkräftiger Konkurrenz: Das X-Raid-BMW-Team von Sven Quandt bietet vier X3-Prototypen auf, der Vorjahresdritte Robby Gordon will mit seinem heckgetriebenen Hummer-Buggy ganz nach vorne, und auch Mitsubishi ist mit fünf Pajero dabei. Ein Sieg für das Mitsubishi-Team, das nach wie vor vom alten Dakar-Feldherrn Dominique Serieys geleitet wird, wäre aber eine faustdicke Überraschung.

Trotz des Abgangs von Al Attiyah ist BMW nicht schlechter besetzt als im Vorjahr. Der französische Neuzugang Stéphane Peterhansel hat bereits neun Dakar-Siegerpokale - sechs auf dem Motorrad, drei im Auto - in seinem Trophäenschrank. Nani Roma aus Spanien und der Franzose Guerlain Chicherit sind für Überraschungen gut. "Wir arbeiteten viel an der Technik des X3", sagt Teamchef Sven Quandt. "Wenn die Fahrer keinen Mist bauen, haben wir Siegchancen."

Monster-Hummer will die Überraschung

Zu den Top-Acts gehört auch Robbie Gordon: Der Nascar- und Offroad-Held aus den USA will den dritten Patz von 2009 ausbauen. Bei seinem von einem V8-Saugmotor befeuerten Hummer-Prototyp begnügt er sich mit Heckantrieb. Das Minus an Traktion wird kompensiert durch ein Plus an Federweg: Während die Autos der 4WD-Fraktion reglementsbedingt nicht mehr als 25 Zentimeter haben dürfen, verfügt der Hummer über 60 Zentimeter.

Am Start ist auch wieder der Honda-Buggy der einzigen rein deutschen Dakar-Crew. Der sechsmalige Deutsche Rallyemeister Matthias Kahle und sein Co-Pilot, der Hamburger IT-Unternehmer Thomas Schünemann, haben sich den erneuten Klassensieg als Ziel gesetzt. 2009 hat es damit geklappt - obwohl Kahle nach einem Getriebeschaden 18 Kilometer rückwärts fahren musste.

Entscheidung in der Atacama

Bei ihrem zweiten Gastspiel in Südamerika ist die Streckenführung der Dakar-Rallye gegenüber dem Vorjahr etwas verkürzt worden. Das heißt aber nicht, dass sie leichter geworden wäre: 2010 stehen sehr selektive und bis zu 600 Kilometer lange Wertungsprüfungen in der Atacama-Wüste auf dem Programm. Gut möglich, dass schon vor dem Ruhetag am 9. Januar in der chilenischen Hafenstadt Antofagasta eine Vorentscheidung beim Kampf um den Sieg fällt. Höhepunkt der Rallye im wörtlichen Sinne, aber auch was die atemberaubende Landschaft der farbenprächtigen Hochebene Puna angeht, ist die Passage des 4.748 Meter hohen Paso de San Francisco.

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