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Vorschau Rallye Finnland

Beginn der großen Aufholjagd?

Foto: dpa 4 Bilder

Nach knapp zwei Monaten Rallye-Pause fliegen und driften die WRC-Boliden endlich wieder. In den finnischen Wäldern bietet sich am kommenden Wochenende (2.8. - 5.8.) für Sebastian Loeb die erste Gelegenheit den Rückstand auf Lokalmatador Marcus Grönholm zu verkürzen.

01.08.2007 Powered by

Der Titelverteidiger aus Frankreich liegt bei noch acht ausstehenden Läufen neun Punkte hinter seinem finnischen Dauerrivalen. Viele Fehler kann sich Loeb bei seiner Aufholjagd also nicht mehr erlauben. Auf heimischen Terrain ist es jedoch praktisch unmöglich, Grönholm zu schlagen.

In den vergangenen sieben Jahren gewann der schlaksige Finne hier gleich sechs mal. Nur der Este Markko Martin konnte 2003 die eindrucksvolle Serie unterbrechen. Sieben mal konnte noch kein Fahrer die gleiche Rallye gewinnen. Doch Grönholm geht es nicht um den möglichen Rekord: "Das wichtigste ist, die maximale Punktzahl zu holen und somit den Abstand auf Loeb zu vergrößern. Rekorde jagen ist zwar schön, aber entscheidend ist, Sebastian zu schlagen."

Nordeuropäer in der Favoritenrolle

Die Chancen für einen erneuten Sieg von Bosse, wie Grönholm von seinen Landsleuten genannt wir, stehen gut. Finnland ist generell kein gutes Pflaster für Südeuropäer. Nur dem Spanier Carlos Sainz (1990) und dem Franzosen Didier Auriol (1992) gelang es, sich hier in die Siegerlisten einzutragen. Grönholm wird aber nicht der einzige Finne sein, der Loeb das Leben schwer machen wird.

Mikko Hirvonen ist in den Wäldern rund um Jyväskylä ebenso zuhause wie sein Teamkollege. Die beiden Ford-Fahrer sind zudem mit brandneuem Material unterwegs. Der vor allem in der Balance verbesserte Focus RS 07 wird in Finnland sein Debüt abgeben. Dass der Neue schnell ist, hat sich schon in den Testfahrten gezeigt. Nun muss der 07er Focus auch seine Standfestigkeit im Renneinsatz unter Beweis stellen.

Subaru sucht Anschluss an die Spitze

Außenseiterchancen hat auch Petter Solberg. Das Subaru-Team zeigte sich zuletzt in Griechenland stark verbessert. Nach erfolgreichen Tests in der Sommerpause fordert Teamchef Richard Taylor nun weitere Fortschritte in Finnland: "Ich will deutliche Verbesserungen in der Team-Leistung sehen. Die Fahrer müssen das Vertrauen zum Auto finden und das Potenzial richtig ausnutzen". Solberg selbst erwartet einen engen Kampf an der Spitze - und das nicht nur mit den üblichen Favoriten: "Es sind 28 WRC am Start, von denen acht von Finnen pilotiert werden. Es wird ein sehr harter Wettbewerb."

Die finnischen Wälder bieten dabei kaum Spielraum für Fehler. "Es ist eine extrem schnelle Rallye. Man bewegt sich vom Start bis zum Ziel ständig am Limit", so Loebs Urteil über die Finnland-Rallye. Über Kuppen und durch Senken schlängeln sich die Schotterwege durch das dichte Gehölz. Die Boliden rasen in einem Tempo von teilweise über 200 km/h durch den Forst, so dass die kleinsten Fehler zumeist mit Totalschaden an einem Baum enden. Wer hier zu viel riskiert, steht am Ende schnell mit null Punkten da.

Große Sprünge auf "Ouninpohja"

Für die Fans macht aber genau diese Kombination aus hohen Geschwindigkeiten, losem Untergrund und zahlreichen Sprungkuppen den speziellen Reiz der Rallye aus. Alle Faktoren vereint findet man in der wohl berühmtesten Wertungsprüfung: Die 33 Kilometer von Ouninpohja, die am Samstag (31.7.) gleich zweimal absolviert werden müssen, sind legendär. Hier fliegen die Boliden zum Teil über 50 Meter weit. Die Rallye führt in diesem Jahr aber auch über neue Wege: Fast die Hälfte der WPs waren 2006 noch nicht im Programm.

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