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Vorschau Rallye Irland

Loeb-Sieg ist Pflicht

Foto: Mc Klein 66 Bilder

WM-Spitzenreiter Marcus Grönholm geht mit vier Zählern Vorsprung in das vorletzte Kräftemessen in Irland (15. bis 18.11.). Damit ist klar: Eine Niederlage kann sich Sebastien Loeb auf der grünen Insel nicht erlauben.

14.11.2007 Powered by

Zum ersten Mal trifft sich der Rallye-Zirkus in Irland zu einem offiziellen WM-Lauf. Auch wenn sich alle Top-Teams gewissenhaft auf das Gastspiel vorbereitet haben, hält die vorletzte Rallye der Saison eine kleine Wundertüte bereit. Nur eines ist laut Sebastien Loeb sicher: "Es gibt keine Asphalt-Rallye im Kalender, die mit Irland vergleichbar ist."

Asphalt mit wenig Grip

Doch was macht die irischen Pisten so speziell? Zum einen sind die Asphaltbänder im Norden der Insel äußerst schmal. Kommt man von der Ideallinie ab, verlässt man fast automatisch den befestigten Untergrund. Außerdem bieten die rauen aber meist schmutzigen Pisten nur wenig Grip, was bei den hohen Geschwindigkeiten schnell zum Abflug führen kann. "Das wird wahrscheinlich ein sehr schwieriger Cocktail, besonders wenn man wie wir zum Sieg verdammt ist", prognostiziert Loeb.

Um sich auf die Bedingungen vorzubereiten nutzten die Piloten unterschiedliche Wege. Weltmeister Loeb fuhr im Juni bei der Donegal Rallye, haderte dabei aber mit der Abstimmung seines C4. Grönholm übte dagegen schon im Februar auf irischem Terrain. Bei der Galway Rallye setzte er sich nur mit Mühe gegen die Konkurrenz durch, die dazu noch mit unterlegenem Material an den Start ging.

Wegen der Schwierigkeiten der beiden Topstars nutzten schließlich auch die Nummer 2-Piloten die Cork Rallye Ende September zu einem letzten Testlauf. Beim prominent besetzten Abschluss der irischen Meisterschaft setzten sich Loeb und Sordo gegen die Konkurrenz durch. Die Rallye fand allerdings im Süden des Landes statt, die WRC wird dagegen auf den Pisten im Norden des Landes ausgetragen. Das Rallyezentrum befindet sich in Sligo, rund 200 Kilometer nordwestlich von Dublin. Von den 19 Prüfungen werden elf in der Republik Irland ausgetragen, der Rest in Nordirland.

Gefahr von Wetterkapriolen

Zu den anspruchsvollen Pisten kommt auch noch das unberechenbare Wetter an der Atlantikküste. Neben der immer präsenten Gefahr von Regenschauern drohen bei tiefen Nacht-Temperaturen sogar vereiste Prüfungsabschnitte. Auch Mikko Hirvonen, der zuletzt in Japan erfolgreich war, äußerte seinen Respekt vor den widrigen Bedingungen: "Nachdem was ich hier bisher gesehen habe, wird das die schwierigste Rallye der Saison."

Teamkollege Marcus Grönholm fährt dagegen optimistisch nach Irland: "Ich freue mich auf das Finale der Saison. Wir sind sowohl in der Fahrerwertung als auch im Markenpokal in einer guten Position im WM-Rennen. Wenn wir beide Titel gewinnen könnten, wäre das ein großartiger Abschluss meiner Karriere." Entscheidend für einen Erfolg in Irland sei es, die Pace-Noten so genau wie möglich zu notieren. "Die Straßen sind schnell, schwer zu lesen und verzeihen keine Fehler." Der Finne kann sich nicht immer wie in Japan auf sein Glück und Loeb-Fehler wie noch in Japan verlassen.

Die Ausgangslage ist klar: Wenn Loeb beide abschließenden Rallyes in Irland und Wales (auf Schotter) gewinnt wird er wieder Weltmeister - auch wenn Grönholm jeweils Zweiter wird. Der Finne kann also nicht auf Nummer sicher gehen und sollte sich auch nicht auf einen Sieg beim Finale in Wales verlassen.

Ablauf Rallye Irland:

Donnerstag, 15. November:

SS 01 Stormont Super Special - 1.82km

Freitag, 16. November:

SS 02 Geevagh 1 - 11.48km
SS 03 Arigna 1 - 27.90km
SS 04 Lough Gill 1 - 20.57km

SS 05 Geevagh 2 - 11.48km
SS 06 Arigna 2 - 27.90km
SS 07 Lough Gill 2 - 20.57km

SS 08 Glenboy - 22.25km
SS 09 Bencroy - 15.44km
SS 10 Drumshanbo - 8.66km

Samstag, 17. November:

SS 11 Sloughan Glen 1 - 27.76km
SS 12 Ballinamallard 1 - 17.96km
SS 13 Tempo 1 - 13.46km

SS 14 Sloughan Glen 2 - 27.76km
SS 15 Ballinamallard 2 - 17.96km
SS 16 Tempo 2 - 13.46km

Sonntag, 18. November

SS 17 Murley - 24.70km
SS 18 Fardross - 14.77km
SS 19 Donegal Bay - 14.06km
SS 20 Mullaghmore - 2.38km

Gesamtdistanz: 342.34km

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