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Vorschau Rallye Monte Carlo

Rallye im Grenzbereich

Foto: McKlein

Die frühere "Königin der Rallyes" hat ihre Streckenführung starkverändert. Die Fahrer erwarten trockene Strecken mit hohenDurchschnittsgeschwindigkeiten. Dabei fühlt sich mancher nichtunbedingt perfekt auf den Saisonauftakt vorbereitet.

17.01.2007 Powered by

Um das Verkehrschaos der letzten Jahre in den Seealpen nördlich von Monaco zu umgehen, ist die Rallye Monte Carlo komplett umgezogen. Lediglich für ein kurzes Gastspiel am Sonntagmorgen (21.1.) lässt sich der Rallye-Tross zum WM-Auftakt 2007 im Fürstentum sehen.

Stattdessen tobt das Rallyeleben im 200 Kilometer nördlich gelegenen Valence. Den Col de Turini lassen die Teilnehmer in diesem Jahr links liegen, dafür fahren sie in der Ardeche andere legendäre Prüfungen wie Burzet. Der Veranstalter erwartete auf den zuletzt 1997 gefahrenen Strecken eigentlich bessere Chancen auf Schnee und Eis als in der warmen Mittelmeerregion. Doch der milde Winter lässt trockene Strecken erwarten. "Trotz der engen Straßen ist die Rallye bei trockenen Verhältnissen sicher sehr schnell. Wir können uns auf eine Rallye im Grenzbereich einstellen", sagt Manfred Stohl.

Der WM-Vierte glaubt auch ohne die neue Herausforderung an seine Grenzen zu stoßen. 100 Kilometer testete er nach seiner Rückkehr zu Kronos-Citroën mit dem Xsara und erkannte das Fahrverhalten des Autos, das er zuletzt 2005 bewegte, kaum wieder: "Ich bräuchte eigentlich 1000 Kilometer", sagt der Wiener.

Citroën ist wieder da

In der Lernphase befindet sich auch der große Favorit: Sébastien Loeb fährt seit seinem schweren Armbruch im September seine erste Rallye. "Bei manchen schnellen Bewegungen habe ich noch Schwierigkeiten", sagt der Weltmeister. Dazu kommt ein komplett neues Auto. Das Citroën-Werksteam kehrt nach einjähriger Pause in die WM zurück und bringt nun den C4 an den Start, der bisher lediglich im Test gelaufen ist. "Der wahre Test wird erst der Wettbewerb sein", warnt Loeb.

Der dreimalige Champion erwartet 2007 deutlich mehr Widerstand als 2006, wo ihm lediglich Marcus Grönholm gefährlich werden konnte. "Petter Solberg und Subaru boten am Ende der Saison eine starke Vorstellung" meint Loeb. Der Angesprochene wird es mit gemischten Gefühlen hören, denn siegfähig war sein Subaru das ganze Jahr über nicht.

Ein neuer Impreza kommt erst zum vierten WM-Lauf in Mexiko. Bis dahin muss Solberg sehen, wie er mit dem schwer zu beherrschenden Auto klar kommt. Immerhin: Nach dem Ausstieg von Pirelli erwarten die Blauen von den neuen BF Goodrich-Reifen eine spürbare Steigerung. "Ich denke, wir werden auf Asphalt deutlich stärker sein", sagt Solberg.

Drei Ford-Teams in der WM

Das Ford-Werksteam muss sich dagegen bei der Technik auf keine nennenswerten Änderungen einstellen. Mikko Hirvonen und Marcus Grönholm gehen mit dem Ende 2006 schnellsten Auto, dem Focus WRC an den Start. "Wir wollen beide Weltmeisterschaften gewinnen", sagt Grönholm trocken, der die Fahrer-Krone wegen Kinderkrankheiten am Auto und eigenen Fehlern im Vorjahr um einen Punkt verpasste. Grönholm reist als amtierender Monte-Sieger ins Rallye-Zentrum von Valence. aber der Finne weiß: Ob Ford 2007 wieder Marken-Weltmeister wird, hängt vor allem von der Vorstellung von Sébastien Loeb und dem neuen Citroën C4 ab.

Teamchef Malcolm Wilson kann sich aber jetzt schon freuen, so viele Kunden wie Ford hat kein Hersteller. Außer dem Stobart-Team, das 2007 nicht nur ein Auto für seinen Sohn Matthew, sondern zwei weitere Focus für Henning Solberg und Jari-Matti Latvala einsetzt, formierte der letztjährige Stobart-Kunde Luis Perez Companc eine weitere Zweiwagen-Truppe, die vom Lebensmittelkonzern Munchi’s finanziert wird. Partner von Companc wird der in Europa nahezu unbeleckte Juan Pablo Raies sein. Die beiden Südamerikaner lassen die Rallye Monte Carlo allerdings aus.

Nur 50 Autos am Start

Neben den anderen fünf in der WM eingeschriebenen Mannschaften mit zehn Autos treten zum Saisonauftakt noch acht weitere Word Rally Cars an. Ebenfalls mit von der Partie ist Andreas Aigner. Nach dem Ende des Skoda-WRC-Projekts versucht der Österreicher nun, die Produktionswagen-WM mit einem Mitsubishi Lancer Evo IX zu gewinnen. Die Monte gehört allerdings weder zur PWRC noch zur Junior-WM. Der Veranstalter bot angesichts des völlig neuen Streckenkonzepts um ein überschaubares Starterfeld. So gehen in Valence lediglich 50 Telnehmer über die Rampe.

Die Rallye Monte Carlo beginnt am Donnerstag (18.1.) mit zwei Nachtprüfungen. Insgesamt stehen 329 Kilometer auf 15 Prüfungen auf dem Programm. Weil die FIA mindestens 340 WP-Kilometer vorschreibt, erhielt der Automobilclub von Monaco eine Sondergenehmigung. Die Hauptarbeit erledigen die Fahrer am Freitag und Samstag. Am Sonntagmorgen (21.1.) ist nach der kurzen Stadtprüfung in Monte Carlo schon Schluss.

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