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Vorschau Rallye Spanien

WM-Krimi geht weiter

Foto: McKlein 50 Bilder

Nach einmonatiger Rallye-Pause kehrt der WRC-Zirkus wieder nach Europa zurück. Auf den flüssigen Asphaltbändern in der Weinregion um Tarragona kommt es bei der Rallye Catalunya (5.10. bis 7.10.) erneut zum elektrisierenden Zweikampf Loeb vs. Grönholm.

04.10.2007 Powered by

Ebener Asphalt, ultra-tief geschraubte Boliden, schnelle Strecken und trockenes Wetter - das Rezept klingt wie das Lieblingsmenü von Sebastian Loeb. Und so ist er klar, dass der Sieger der beiden vergangenen Spanien-Rallyes auch in diesem Jahr wieder der Mann sein wird, den es zu schlagen gilt. Auch wenn Grönholm zuletzt in Neuseeland noch knapp die Nase bzw. das äußerste Ende der Nasenspitze vorne hatte, müsste der Finne an der malerischen Costa Daurada schon alles riskieren, um den Weltmeister-Citroen hinter sich zu lassen.

Grönholm mit Asphalt-Training

Dass Grönholm in seiner fünftletzten Rallye erhöhtes Risiko eingehen wird, ist allerdings zu bezweifeln. Bei zehn Punkten Vorsprung könnte es sich "Bosse" erlauben, "nur" Platz zwei zu sichern. Dieser zweite Platz war 2004 auch sein bislang bestes Resultat in Spanien. Bei acht Teilnahmen konnte der Ford-Pilot die Rallye noch nie gewinnen. Wegen seines angekündigten Karriereendes ist Grönholm allerdings bereit, alles für den dritten WM-Titel zu geben.

Nur wenige Tage vor der Spanien-Rallye flog der Finne noch einmal nach England, um beim ehemaligen FIA-Langstrecken-Weltmeister Rob Wilson Asphalt-Unterricht zu nehmen. "Ich denke, es hilft mir dabei, meinen Fahrstil etwas besser auf Asphalt abzustimmen und gibt mir vielleicht ein paar Ideen, wo ich noch ein paar Zehntel gutmachen kann", so der immer noch bis in die Haarspitzen motivierte Ford-Pilot. Das Training auf der Rundstrecke kann gerade im Hinblick auf die schnellste Asphalt-Rallye der Saison lohnenswert sein.

Kurvenschneiden um jedes Zehntel

Die Wertungsprüfungen in den Bergen um Tarragona bieten traditionell viel Grip, zumindest bei der ersten Durchfahrt. Bei der zweiten Runde haben die Fahrer durch das extreme Kurvenschneiden meist schon so viel Dreck auf die Strecke geschleudert, dass es zu unerwarteten Rutschpartien kommen kann. Der Großteil der 18 WPs über insgesamt 352 Wertungs-Kilometer muss zwei Mal absolviert werden. Im Vergleich zum Vorjahr gibt es am Samstag zwei neue Prüfungen im Fahrplan.

2006 konnte Grönholm immerhin zehn der 16 WPs gewinnen, bevor ihn Probleme mit dem Turbolader zurückwarfen. In diesem Jahr hat Citroen aber gleich eine ganze Armada an Asphaltspezialisten auf den WM-Führenden angesetzt. Neben Loeb werden auch noch Daniel Sordo im zweiten C4 und Francois Duval im Citroen Xsara für Druck sorgen. Das Ziel von Citroen ist klar: Möglichst viele Fahrzeuge zwischen Loeb und Grönholm bringen.

Bei der Rallye Deutschland ist der Plan zuletzt schon ganz gut aufgegangen, als Duval den Finnen auf der letzten WP in einen Fehler treiben konnte. Bei einer Rekordzahl von 13 Focus WRC hat man fast das Gefühl, Ford wolle mit Masse statt Klasse dagegen halten. Die meisten davon sind allerdings privat eingesetzte Vorjahresmodelle, die mit der Spitze nichts zu tun haben werden.

Subaru kämpft um Punkte

In den hinteren Regionen bewegte sich zuletzt auch das Subaru-Team. Besonders Ex-Weltmeister Petter Solberg geriet etwas ins Straucheln: Ausfall, Sechster und Siebter lauten die Ergebnisse der letzten drei Veranstaltungen. "Hollywood" war mehr als unzufrieden mit seinem Material. Sein blau-gelbes Sportgerät bockte zuletzt, dass der Norweger am liebsten ins Lenkrad gebissen hätte. Trotzdem hat Team-Boss Richard Talyor für Spanien Punkteplätze für alle drei Fahrer vorgesehen.

Allerdings klangen die Töne auch vor den vergangenen Rennen immer optimistisch, nur um dann um so herber enttäuscht zu werden. "Der Asphalt-Test in der vergangenen Woche verlief positiv", ließ Solberg auch dieses Mal verlauten. "Wir haben Fortschritte beim Handling gemacht und Problembereiche eliminiert." Auch der zuletzt stärkste Subaru-Pilot Chris Atkinson gibt sich zuversichtlich und kündigte Bestzeiten an: "Ich denke wir können unseren Speed weiter verbessern und weitere Wertungsprüfungen gewinnen", so der Australier.

Asphalt-Wochen in der WRC

Direkt nach dem Abschluss der Spanien Rallye müssen sich alle Teams so schnell wie möglich auf den Weg nach Korsika zur Rallye Frankreich machen. Nur vier Tage liegen zwischen den beiden Asphalt-Events. Der "Doppel-Schlag" ist der Auftakt des spannenden Rallye-Herbstes mit fünf Veranstaltungen in nur neun Wochen.

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