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Vorschau Sportwagen-WM (WEC) in Bahrain

WM-Entscheidung in der Wüste?

WEC, Shanghai, China, 2014 Foto: xpb 28 Bilder

Mit Bahrain und Brasilien stehen binnen der nächsten zwei Wochen die beiden letzten Läufe zur Sportwagen-WM auf dem Spielplan. Erste Entscheidungen im Titelkampf könnten bereits am kommenden Wochenende auf dem Bahrain International Circuit in Sakhir fallen.

13.11.2014 Marcus Schurig Powered by

Toyota hat 2014 das überlegene Auto in der LMP1-Klasse gebaut, daran besteht spätestens nach den beiden dominanten Doppelsiegen in Asien (Fuji und Shanghai) kein Zweifel mehr. Aber die Japaner aus Köln haben trotzdem nicht in Le Mans gewonnen, ein Ärgernis – und diese Scharte soll nun in der WM ausgewetzt werden:

In der Fahrerwertung führen Sebastien Buemi und Anthony Davidson die Punktewertung klar mit 147 Zählern an, die Audi-Le-Mans-Sieger Andre Lotterer, Benoit Tréluyer und Marcel Fässler haben bereits einen Rückstand von 42 Zählern. Auch in der Herstellerwertung liegt Toyota vorne, doch weil Audi in Le Mans einen Doppelsieg schaffte, liegt der Vorsprung hier nur bei 29 Punkten.

Buemi und Davidson wollen im Toyota den Sieg

In der Fahrerwertung können sich Buemi und Davidson somit bereits beim siebten und vorletzten WM-Lauf am kommenden Wochenende in Bahrain (Start des Rennens am Samstag, 15. November, um 13.00 Uhr MEZ) als Weltmeister küren – unter der Voraussetzung, dass sie mindestens auf Platz fünf das Ziel sehen. "Wir werden aber auf Sieg fahren", winkt Davidson ab, "denn wir waren schon im Vorjahr auf der Strecke in Bahrain voll wettbewerbsfähig und konnten das Rennen auch gewinnen."

Im Unterschied zu 2013 findet das Rennen jedoch später im Jahr statt, was deutliche Auswirkungen auf die Temperaturen haben sollte: Während sich das Teilnehmerfeld vor zwei Jahren mit Außentemperaturen von über 43 Grad herumschlagen musste und somit Reifen wie auch Fahrer und Autos an der maximalen Belastungsgrenze operierten, sind für das kommende Wochenende nur moderate Temperaturen von circa 26 Grad vorhergesagt.

Wenn Toyota voll fahren und ohne Probleme über die Distanz kommen sollte, ist die Siegerfrage bereits entschieden. Dahinter wogt das immer spannende Duell der beiden deutschen LMP1-Teilnehmer, Audi und Porsche. In Fuji und Shanghai konnte Porsche Audi hinter sich lassen, weil die Streckenlayouts den Bayern nicht sonderlich schmeckten.

Audi R18 e-tron quattro mag das Bahrain-Layout

In Bahrain sieht das aber wieder völlig anders aus: Die mittelschnellen und schnellen Kurven liegen dem aerodynamisch gut ausbalancierten Audi R18 e-tron quattro. Zudem hat Audi gegenüber Porsche einen klaren Vorteil beim Reifenverschleiß, und somit dürfte der Kampf um die Podestplätze zwischen Audi und Porsche zu einem knallharten Zweikampf werden.

In der GTE-Klasse fighten Aston Martin, Porsche und Ferrari mit Werksunterstützung um den GT-Langstrecken-Weltcup-Titel, und da sind nach dem Shanghai-Rennen die WM-Türchen noch einmal aufgegangen: Die WM-Leader Gianmari Bruni und Toni Vilander (Ferrari) verzeichneten durch einen unverschuldeten Unfall in China zwar einen Punkte-Nuller, führen aber auch dank des Sieges in Le Mans immer noch recht deutlich mit 131 Punkten die Fahrerwertung an und wollen in Bahrain einen weiteren Schritt Richtung WM-Titel machen.

Doch in der Hersteller-Wertung rockt in der GT-Klasse der Bär: Ferrari führt, aber nur mit hauchdünnen sieben Punkten Vorsprung vor Porsche. "Wir werden im Saisonschlussspurt alles daran setzen, in der Herstellerwertung noch Ferrari abzufangen", verspricht Porsche-Teamchef Olaf Manthey. Die Schwaben haben insofern einen Vorteil, als dass sie zwei gleichmäßig stark besetzte Elfer an den Start bringen, während Ferrari zwar ebenfalls zwei Autos in der GTE-Pro-Klasse genannt hat, der zweite Wagen aber fahrerisch im Vergleich zu Bruni und Vilander leicht abfällt.

Und wer weiß: Vielleicht klaut ja auch der Aston Martin Vantage V8 mit Stefan Mücke und Darren Turner den WM-Gegnern Ferrari und Porsche in Bahrain nochmal kräftig Punkte.

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