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Vorstellung VW Amarok

Die Produktion des VW Amarok startet

VW Amarok Foto: VW 30 Bilder

Bilderupdate ++ Die Erwartungen sind hoch bei Volkswagen: Mit dem Amarok wollen die Wolfsburger ein komplettes Marktsegment umkrempeln. Der neue Pickup von VW soll Maßstäbe bei Sicherheit und Verbrauch setzen.

17.03.2010 Powered by

Der Vorhang ist gelüftet: VW hat den neuen Pickup Amarok nun offiziell vorgestellt. Die Serien-Produktion des Allrad-Nutzfahrzeugs läuft seit Anfang Dezember im VW-Werk in Buenos Aires. Der Verkauf startet zunächst Anfang 2010 in Südamerika, die Markteinführung in Deutschland soll im September 2010 stattfinden.

Nah an der Realität: das VW Amarok-Showcar von der IAA

Die ersten Bilder des Serienmodells verdeutlichen, wie nahe an der Realität das Showcar war, das wir Anfang Januar 2009 bereits exklusiv bei 4wheelfun vorstellten. Bis auf die schräg von der Dachkante auslaufende Ladefläche entsprach der Prototyp dem jetzt gezeigten Doppelkabiner, der im kommenden Jahr zu den Kunden kommt. Das neue VW-Gesicht, wie es auch den künftigen Tiguan zieren wird, betont waagerechte Linien und klare Kanten. Die aufgesetzten Radhausverbreiterungen lassen den Amarok in der Frontansicht sehr bullig wirken.

Zunächst gibt es den VW Amarok nur als Doppelkabiner

Die Produktion beginnt zunächst ausschließlich mit dem viertürigen Doppelkabiner, dessen Ladefläche von VW als die größte im Wettbewerbsumfeld bezeichnet wird. Mit 1.555 Millimeter Länge und 1.620 Millimeter Breite sowie einer nutzbaren Breite von 1.222 Millimeter zwischen den Radkästen soll der Amarok eine Euro-Palette auch quer laden können. Die Nutzlast des 5,25 Meter langen Amarok gibt VW mit bis zu 1,15 Tonnen an. Die Anhängelast liegt bei 2,8 Tonnen. Später im Jahr wird eine Einzelkabiner-Variante folgen. Der Amarok baut klassenüblich auf einem stabilen Leiterrahmen auf, die starre Hinterachse hängt an progressiv aufgebauten Blattfedern, deren zweite Lage erst bei voller Beladung zum Einsatz gerufen wird.

Zweiliter-TDI in zwei Leistungsstufen für den VW Amarok

Als Antrieb für den Amarok dienen zwei Versionen des aktuellen Commonrail-Dieselmotors mit zwei Liter Hubraum. Die Basisvariante mit einzelnem variabel gesteuerten Turbolader bringt es auf 122 PS und 340 Newtonmeter. Deutlich stärker kommt der Biturbo mit zweistufigem Ladereinsatz, der 163 PS mobilisiert und 400 Newtonmeter Drehmoment serviert. Beide Motoren sind mit einem Sechsgang-Schaltgetriebe kombiniert und sollen außerordentlich sparsam sein: 7,6 Liter für den 122-PS-Diesel, 7,8 Liter im Schnitt für die 163-PS-Version lauten die offiziellen Angaben. Eine optische Schaltempfehlung soll zum sparsamen Fahren animieren, der 80-Liter-Tank verspricht üppige Reichweiten.

Den VW Amarok wird es in drei Ausstattungsversionen geben

Der Amarok wird in drei Ausstattungslinien und mit zwei verschiedenen Allradsystemen angeboten. Die Basisvariante mit unlackierten Stoßfängern und Stahlfelgen ist für den gewerblichen Einsatz vorgesehen. Der Amarok Trendline trägt in Wagenfarbe lackierte Stoßfänger sowie Leichtmetallfelgen und besitzt mit Klimaanlage, Tempomat, elektrischen Fensterhebern, Bordcomputer und CD-Radio bereits alle wesentlichen Komfort-Extras.

Die Lifestyle-Variante ist der Amarok Highline. Für ihn wird es eine optionale Lederausstattung geben, statt der manuellen Klimaanlage ist die automatische Climatronic erhältlich. Der Highline steht außerdem auf 17-Zoll-Rädern und kommt mit lackierten Radhausverkleidungen. Vom Verkaufsstart an ist außerdem ein vollständiges Zubehörprogramm wie eine Laderaumabdeckung, Trittbretter oder Überrollbügel erhältlich. Auch beim Innenraum spricht VW vom größten seiner Klasse und betont die großzügige Beinfreiheit in der zweiten Reihe. Die Rücksitzflächen lassen sich außerdem hochklappen, um hier einen geschützten Laderaum zu realisieren. Für die Insassensicherheit sorgen neben dem für Deutschland serienmäßigen ESP bis zu sechs Airbags.

Überdurchschnittliche Geländetechnik im VW Amarok

Das Cockpit-Design ähnelt dem aktuellen VW Tiguan. Neben dem Schalthebel liegen links und rechts die Bedienknöpfe des Allradsystems. Außer dem reinen Hecktriebler sind zwei Allradsysteme lieferbar: Der klassische Heckantrieb mit starr zuschaltbarer Vorderachse ist die Standardvariante. Gegen Aufpreis gibt es einen permanenten Allradantrieb, der über ein Torsen-Differential die Kraft zwischen den Achsen aufteilt. Die Geländeuntersetzung wird ebenso elektrisch betätigt wie die Verteilergetriebesperre beim Permanent-Allradler. Für beide 4x4-Varianten ist außerdem eine zuschaltbare Hinterachssperre zu haben. Damit dürfte auch die Gelände-Performance des Amarok auf hohem Niveau liegen. Das ABS lässt sich in allen Versionen auf Offroad-Betrieb umschalten und verkürzt so mit längeren Blockierphasen den Bremsweg auf lockerem Untergrund. Eine elektronische Traktionskontrolle über Bremseneingriff ist ebenfalls Standard. Als Zugabe zum ESP gibt es noch zwei weitere Geländefeatures: Der Berganfahr-Assistent hält den Amarok bei getretener Kupplung selbsttätig an einer Steigung. Außerdem geht bei geschaltetem Offroad-ABS ein automatischer Bergabfahr-Assistent ans Werk, der an starken Gefällen die Motorbremse unterstützt. Das alles klingt nach einer spannenden Vorstellung im 4wheelfun-Supertest.

Erster Einsatz für den VW Amarok: Die Rallye Dakar

Eine erste Feuerprobe gab es für den Amarok als Begleitfahrzeug der Rallye Dakar. Diesen ersten Schaulauf  hatten vermutlich auch die hauptsächlich japanische Klassenkonkurrenz mit großem Interesse verfolgt. Deren etablierten Pickup-Modellen hat VW mit dem Amarok eine klare Kampfansage erteilt. Die jahrzehntelange Ära der betont schlicht gestrickten Kleinlaster mit simpler Technik und Verbrauchswerten jenseits der Zehn-Liter-Grenze scheint jedenfalls ihrem Ende entgegen zu gehen. Entsprechend spannend wird es auch, was Toyota und Co. als Antwort auf den Amarok einfallen wird.

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