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VW

2006 wieder mit Rekorden

Foto: ams

Europas größter Autobauer Volkswagen wird nach den Worten des scheidenden Konzernchefs Bernd Pischetsrieder 2006 Rekorde bei Absatz und Umsatz erzielen.

14.12.2006

In einem Brief an die Volkswagen-Mitarbeiter, welcher der dpa vorlag, schrieb Pischetsrieder am Donnerstag (14.12.), ein Jahr "tief greifender Veränderungen und schwieriger Entscheidungen" gehe zu Ende. "Es war einerseits von einer umfassenden Restrukturierung geprägt, andererseits wird das Jahr einen Absatzrekord und den höchsten Umsatz der Unternehmensgeschichte bringen." Auch das operative Ergebnis sei gestiegen. VW sei aber dennoch weit von seinen Zielen entfernt.

Pischetsrieder wird Anfang 2007 von Audi-Chef Martin Winterkorn abgelöst. Pischetsrieder soll dem Konzern aber in einer nach außen noch nicht näher definierten Rolle erhalten bleiben. Der Bayer, früherer BMW-Chef, stand seit April 2002 an der Spitze des VW-Konzerns. Sein Vertrag war zwar im Frühjahr 2006 zunächst verlängert worden, im November aber hatte er das Vertrauen des Aufsichtsratspräsidiums mit dem mächtigen Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch an der Spitze verloren. Winterkorn gilt als Piëch-Vertrauter.

In dem Brief an die Mitarbeiter schrieb Pischetsrieder, der Konzern sei 2006 mit 20 neuen Modellen einen "großen Schritt" bei der Erneuerung und der Ausweitung seiner Modellpalette vorangekommen. Das Ziel liege aber noch "weit vor uns". Pischetsrieder: "Wir dürfen die Gesamtsituation nicht aus den Augen verlieren. Selbst mit der jüngsten Modellpalette und einem zweistelligen Absatzplus erreichen wir derzeit unsere Ziele nicht."

Bis Ende November war der Konzernabsatz nach früheren VW-Angaben um 9,9 Prozent auf weltweit 5,2 Millionen Auslieferungen gestiegen. Im Gesamtjahr 2005 hatte der Konzern einen weltweiten Absatz von 5,19 Millionen Fahrzeugen verzeichnet. Der Umsatz lag bei rund 95,3 Milliarden Euro. Dies war bisher der beste Umsatzwert der VW-Geschichte.

Pischetsrieder schrieb weiter, durch den Tarifabschluss mit der IG Metall im Oktober sei ein wichtiger Schritt hin zu wettbewerbsfähigeren Arbeitskosten gelungen. "Erst jetzt ist es möglich, die Auslastung an den traditionellen Standorten in Deutschland zu erhöhen und dadurch Beschäftigung zu sichern." Im Zuge der Sanierung der Kernmarke VW hatte die IG Metall deutlich längeren Arbeitszeiten ohne Lohnausgleich in den sechs westdeutschen Werken zugestimmt. Im Gegenzug gab VW verbindliche Produktzusagen für die Werke.

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