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VW

35-Stunden-Woche - 20.000 Jobs in Gefahr

Foto: ams

Der VW-Konzern plant an den deutschen Standorten eine drastische Arbeitszeitverlängerung ohne Lohnausgleich. Das gehe aus dem Sanierungskonzept hervor, das Markenvorstand Wolfgang Bernhard am Mittwoch (19.4.) dem Aufsichtsrat präsentieren wird.

14.04.2006

Demnach sollen die Mitarbeiter künftig 35 Stunden statt bisher 28,8 Stunden für das gleiche Gehalt arbeiten, berichtet das Nachrichtenmagazin Focus in seiner Online-Ausgabe am Freitag (14.4.). Ein Stufenplan über mehrere Jahre soll die 35-Stunden-Woche realisieren.

Wolfsburg: 5.000 Jobs sollen wegfallen

Wie das Nachrichtenmagazin weiter berichtet, soll die Arbeitszeitverlängerung nach Bernhards Berechnungen weit mehr als 20.000 Jobs überflüssig machen, rund jeder fünfte VW-Arbeitsplatz in Deutschland wäre betroffen.

Weiter heißt es, der Vorstand wolle diese Stellen aber nicht durch betriebsbedingte Kündigungen abbauen, sondern durch Abfindungsangebote und Altersteilzeitregelungen. Die Sanierung trifft vor allem den Stammsitz Wolfsburg. Dort sollen 5.000 der bisher 50.000 Jobs wegfallen. Komplett geschlossen werden soll das Werk in Brüssel, wo derzeit der VW Golf produziert wird. Dort wären weitere 5.000 Jobs betroffen.

Jobgarantie über 2011 hinaus

Den Gewerkschaften will VW eine langfristige Jobgarantie im Gegenzug anbieten - über das Jahr 2011 hinaus soll auf betriebsbedingte Kündigungen verzichtet werden.

Dem Focus zufolge haben Aufsichtsrat Ferdinand Piech sowie Porsche-Chef Wendelin Wiedeking und Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) Zustimmung für dieses Programm signalisiert.

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