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VW-Abgasskandal

EU will Entschädigung auch für Europa-Kunden

VW USA TDI Foto: VW

In den USA legt Volkswagen in dieser Woche ein Vergleichsangebot für seine beim Abgas-Skandal geschädigten Kunden vor. EU-Industriekommissarin Bienkowska fordert Ausgleichszahlungen auch für europäische VW-Kunden.

27.06.2016 Uli Baumann 2 Kommentare

Bislang lehnt VW ein Entschädigungsangebot für vom Abgasskandal betroffene europäische Kunden ab. Die Rechtslage in den USA sei eine andere als in Europa. EU-Industriekommissarin Elzbieta Bienkowska sagte der „Welt am Sonntag“, sie erwarte, dass VW betroffene Autobesitzer in der EU ebenfalls entschädige. „Volkswagen sollte europäischen Fahrzeugbesitzern freiwillig eine Kompensation zahlen, die vergleichbar mit der ist, die den US-Konsumenten gezahlt wird“, forderte die Kommissarin.

7.000 Dollar für jeden US-Kunden

Wie der Nachrichtenhsender N-TV berichtet, muss VW am Dienstag eine außergerichtliche Einigung mit den Kunden bei einem Gericht in San Francisco einreichen. Unbestätigten Berichten zufolge ist der Konzern bereit, 10 Milliarden Dollar zu zahlen. Die Finanz-Nachrichtenagentur Bloomberg hatte berichtet, VW könnte etwa 480.000 betroffenen VW-Kunden jeweils bis zu 7.000 Dollar (6.300 Euro) Entschädigung für ihre Autos mit Zwei-Liter-Motoren zahlen. Das „Wall Street Journal“ nannte sogar Zahlungen von bis zu 10.000 Dollar in Einzelfällen. Zusätzlich werde VW Milliarden überweisen müssen, die der Umwelt zugutekommen sollen. Entsprechende Entschädigungen in Europa lehnt Volkswagen hingegen bisher ab.

US-Dieselskandal wird für VW teuer

Insgesamt könnte die Aufarbeitung des Diesel-Skandals in den USA für Volkswagen damit laut Kreisen deutlich teurer werden als bisher erwartet, meldet der Focus. Die Gesamtsumme eines anstehenden Vergleichs mit privaten Klägern und Behörden belaufe sich mittlerweile auf mehr als 15 Milliarden US-Dollar und damit 5 Milliarden Dollar mehr als zuletzt erwartet.

VW hatte im April eine Grundsatzeinigung mit Klägern in den USA erzielt. An diesem Dienstag (28.06.2016) müssen der Konzern und die Gegenseite dem zuständigen US-Richter Charles Breyer nun einen Vergleichsvorschlag vorlegen. Laut Bloomberg sollen alleine an Entschädigungen für Käufer mehr als 10 Milliarden Dollar fließen – bis zu 10.000 Dollar pro Autobesitzer. Hinzu kämen 2,7 Milliarden Dollar an Strafen der US-Umweltbehörden EPA und CARB sowie weitere 2 Milliarden Dollar, die VW in Technologien zur Abgasreduzierung stecken müsse. Ein weiterer Vergleich mit mehreren US-Bundesstaaten koste zusätzliche 600 Millionen Dollar.

Neuester Kommentar

Ich denke in Deutschland verteilt der VW konzern für die betrogenen kunden einen 50 Tankgutschein bei der BP oder Dea!

tonto0815 1. Juli 2016, 12:35 Uhr
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