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VW-Absatz erstes Halbjahr

Wolfsburger mit zweistelligem Plus

VW Amarok Produktion Werk Hannover 2012 Foto: Volkswagen

Volkswagen hat im ersten Halbjahr deutlich mehr Autos verkauft und ein zweistelliges Plus beim Absatz seiner Kernmarke hingelegt. Von Januar bis Juni lieferten die Wolfsburger 2,79 Millionen Pkw mit dem VW-Emblem aus.

10.07.2012 dpa

Wie das Unternehmen am Dienstag (10.7.) mitteilte, waren das 10,2 Prozent mehr als vor einem Jahr.    Bis Ende Mai hatte der Zuwachs mit 9,4 Prozent noch etwas niedriger gelegen, im Juni allein betrug er 13,7 Prozent. Vor allem in Asien, Nordamerika und Osteuropa konnte Volkswagen die Verkaufszahlen erneut kräftig steigern. Vertriebsvorstand Christian Klingler sprach von einer insgesamt positiven Entwicklung. Mit Blick auf die Schuldenkrise und Absatzprobleme in Süd- und Westeuropa sei die Lage nach wie vor schwierig: "Die erheblichen Unsicherheiten bleiben aber bestehen und begleiten uns ins zweite Halbjahr", warnte er.

Asien und Amerika treiben den Absatz

In den westeuropäischen Ländern außerhalb Deutschlands betrug das Minus seit Jahresbeginn 4,7 Prozent. Weil zugleich Zentral- und Osteuropa stark um 45,2 Prozent und der deutsche Heimatmarkt leicht um 2,6 Prozent zulegten, kam für Gesamteuropa in den ersten sechs Monaten unterm Strich noch ein Plus von 3,1 Prozent heraus.

Derweil stellt die Entwicklung in Amerika und Asien den Absatztrend in Europa weiter in den Schatten. Die nordamerikanischen Verkäufe wuchsen in der ersten Jahreshälfte 2012 um fast ein Viertel, in den Vereinigten Staaten lieferte Volkswagen 35,4 Prozent mehr Autos aus. VW will mit der im vergangenen Jahr eröffneten US-Fabrik in Chattanooga (Tennessee) seinen Marktanteil ausbauen.

Auf dem inzwischen wichtigsten Einzelmarkt China geht es für die Wolfsburger ebenfalls aufwärts. Hier lag das Plus bei 15,2 Prozent - Volkswagen kratzte nach sechs Monaten bereits an der Marke von einer Million verkauften Autos. In der gesamten Region Asien/Pazifik wurden den Kunden 15 Prozent mehr Fahrzeuge übergeben.

Das Geschäft in Fernost und den USA treibt auch den Absatz bei der Oberklasse-Tochter Audi an. Nach dem Mai meldeten die Ingolstädter auch für das gesamte erste Halbjahr einen neuen Rekord: 733.000 Verkäufe entsprachen einer Steigerung um 12,3 Prozent. "Damit liegen wir klar auf Kurs, bis zum Jahresende unser Ziel von 1,4 Millionen Auslieferungen zu erreichen", sagte Audi-Chef Rupert Stadler. Der Rivale BMW legte seit Januar um 8,1 Prozent, Mercedes um 6,5 Prozent zu.

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