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VW-Affäre

Anklage gegen Peter Hartz

Foto: ams

Die Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen den früheren VW-Arbeitsdirektor Peter Hartz erhoben. Dem prominenten Manager wird im Zuge der VW-Affäre um Korruption, Lustreisen und Partys für Betriebsräte Untreue in 44 Fällen zur Last gelegt, wie die Staatsanwaltschaft Braunschweig am Mittwoch (15.11.) mitteilte.

15.11.2006

Hartz soll unter anderem von 1994 bis 2005 eine Summe von insgesamt fast zwei Millionen Euro als Bonuszahlungen an Ex-Betriebsratschef Klaus Volkert genehmigt haben, ohne dass dies bei VW offen gelegt worden sei. Auch Volkerts Geliebter habe er hohe Summen ohne Gegenleistung zugeschanzt.

Hartz hatte Mitte Oktober eine "strafrechtliche Verantwortlichkeit für Begünstigungen des ehemaligen Betriebsratsvorsitzenden" eingeräumt. Die Staatsanwaltschaft hatte daraufhin bestätigt, dass die Ermittlungen zügiger als gedacht beendet werden könnten.

Die VW-Affäre war im Juni 2005 ins Rollen gekommen. Als Schlüsselfiguren gelten Ex-Skoda-Personalchef Helmuth Schuster und sein enger Mitarbeiter Klaus-Joachim Gebauer. Sie sollen Schmiergeld verlangt und mit Hilfe eines weltweiten Netzes von Tarnfirmen Geld auf eigene Konten umgeleitet haben, das eigentlich VW zugestanden hätte. Später wurden auch Vergnügungsreisen und Partys bekannt, die etwa über Blanko-Schecks bei VW abgerechnet wurden. Unter anderem sollten damit Betriebsräte auf Unternehmenslinie gehalten werden. Die Staatsanwaltschaft ermittelt noch gegen zwölf weitere Beschuldigte.

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