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VW-Affäre

DC-Betriebsrat distanziert sich

Foto: dpa

Daimler-Chrysler-Betriebsratschef Erich Klemm hat sich vom VW-Affärensumpf distanziert. Er wehrte sich gegen den Eindruck, Betriebsräte könnten nach Belieben Geld für Reisen und Spesen ausgeben.

11.07.2005

"So eine Kasse gibt es bei uns nicht. Reisen des Betriebsrates werden wie in jedem anderen Bereich des Unternehmens beantragt und abgerechnet", sagte Klemm der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". In der VW-Affäre geht es auch um angeblich nicht kontrollierte großzügige Reise- und Spesenetats des Betriebsrats. Klemm sagte der Zeitung zu den Praktiken bei Daimler: "Jede einzelne Rechnung wird da gegengezeichnet und kontrolliert. Bei VW ist jetzt immer von Eigenbelegen die Rede - ich weiß gar nicht, was das ist."

Er erreiche auch nicht annähernd das kolportierte Jahresgehalt von 360.000 Euro, das der zurückgetretene VW-Betriebsratschef Volkert kassiert haben soll. "Ich verdiene sehr viel deutlich weniger." Bei Daimler-Chrysler sei das Gehalt von Betriebsräten klar geregelt. So reiche die Spanne für Betriebsratsvorsitzende von 6.300 Euro bis zu 8.000 Euro Monatsverdienst - je nach Größe des Werkes, in dem sie gewählt werden. "Dafür muss sich keiner genieren bei seinem Arbeitseinsatz", sagte Klemm der Zeitung.

Als "völlig inakzeptabel" nannte es Klemm, dass ein Betriebsrat eine Firma gründe und dann Geschäfte mit dem Konzern betreibe, in dem er die Interessen der Arbeitnehmer vertreten wolle. "Das geht einfach nicht. Bei uns ist das nicht denkbar. Außer jemand handelt völlig illegal, mit hoher krimineller Energie."

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