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VW-Affäre

Ermittlungsende im Frühjahr

Foto: ams

Die Staatsanwaltschaft Braunschweig will die Ermittlungen in der VW-Affäre bis Frühjahr 2007 abschließen. "Danach gibt es aber wahrscheinlich nicht den einen VW-Prozess, sondern gegebenenfalls mehrere Verfahren", sagte der Sprecher der Behörde, Klaus Ziehe, am Dienstag (28.11.).

28.11.2006

Der Grund sei, dass verschiedene Arten von Tatbeteiligung in verschiedenen Sachverhalten zu klären seien. In der VW-Affäre geht es um Korruption sowie um Lustreisen auf Firmenkosten. Die Affäre war im Juni 2005 ins Rollen gekommen.

Ziehe sagte, von den vier Hauptbeschuldigten - dem inhaftierten, früheren VW-Betriebsratschef Klaus Volkert, Ex-VW-Arbeitsdirektor Peter Hartz, dem früheren VW-Personalmanager Klaus-Joachim Gebauer und Ex-Skoda-Personalchef Helmuth Schuster - würden die Ermittlungen gegen Schuster als letzte abgeschlossen werden. Dies werde vermutlich nicht vor Frühjahr der Fall sein. Grund seien Rechtshilfeersuchen an andere Länder, etwa Indien, die sich in der Umsetzung als schwierig erwiesen. Außerdem sei der "Aufklärungsaufwand" bei Schuster höher.

Schuster soll Schmiergeld verlangt und mit Hilfe eines weltweiten Netzes von Tarnfirmen Geld auf eigene Konten umgeleitet haben, das eigentlich VW zugestanden hätte.

Gegen eine laut Staatsanwaltschaft "absolute Randfigur" sind die Ermittlungen gegen die Zahlung einer Geldauflage in Höhe von 2.500 Euro inzwischen eingestellt worden.

Anklage erhoben wurde bisher nur gegen einen Beschuldigten, und zwar Mitte November gegen Hartz. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm Untreue in 44 Fällen und unrechtmäßige Begünstigung von Betriebsräten vor. Allein Volkert habe von 1994 bis 2005 von Hartz neben seinem Gehalt so genannte "Sonderbonuszahlungen" von insgesamt fast zwei Millionen Euro erhalten, ohne dass dies bei VW offen gelegt worden sei.

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