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VW-Affäre

Ex-Betriebsrat akzeptiert Strafbefehl

In der VW-Affäre um Schmiergelder und Lustreisen auf Firmenkosten will der frühere VW-Betriebsrat Bernd Sudholt eine öffentliche Verhandlung vor Gericht vermeiden. Die Tendenz gehe zu einem Strafbefehl, erfuhr die dpa am Dienstag (15.4.) aus zuverlässiger Quelle.

15.04.2008

Sudholt und dessen Verteidiger seien auf die Justizbehörden zugegangen, um einen Prozess zu umgehen. Damit wurde ein Bericht der "Wolfsburger Allgemeinen Zeitung" bestätigt. Die Staatsanwaltschaft, ein Verteidiger Sudholts und Sudholt selbst lehnten eine Stellungnahme ab. Sudholt wird Beihilfe zur Untreue in vier Fällen vorgeworfen. Er hat die Vorwürfe bislang bestritten.

Laut Zeitung soll der Strafbefehl, ein schriftliches Urteil, eine Zahlung von rund 30.000 Euro umfassen. Sudholt wäre damit verurteilt. Dem früheren VW-Betriebsrat bliebe aber die öffentliche Verhandlung vor dem Amtsgericht Wolfsburg erspart.

Lustreisen zwischen 2001 und 2003

Sudholt soll zwischen 2001 und 2003 bei Auslandsreisen auf Kosten von Volkswagen die Leistungen von Prostituierten in Anspruch genommen haben. Dabei ist laut Braunschweiger Staatsanwaltschaft ein Schaden von 3.575 Euro entstanden. Sudholt hatte im vergangenen Jahr einen Strafbefehl abgelehnt. Daraufhin war Anklage erhoben worden. Benannt wurden 24 Zeugen, deren Aussagen die Vorwürfe bestätigen sollen. Dazu gehören auch Prostituierte.

Sudholt war früher Stellvertreter von VW-Betriebsratschef Klaus Volkert. Volkert war im Februar vom Landgericht Braunschweig wegen seiner tiefen Verstrickung in die VW-Affäre zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und neun Monaten verurteilt worden. Der 65-Jährige habe sich über einen langen Zeitraum in hohem Maße persönlich bereichert, urteilte das Gericht. Der frühere VW-Personalmanager Klaus-Joachim Gebauer wurde zu einer Strafe von einem Jahr auf Bewährung verurteilt. Das Urteil ist aber noch nicht rechtskräftig, da Revision eingelegt worden war.

Sudholt war Ende 2007 von seinem Posten als einer von vier Geschäftsführern des Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg zurückgetreten. Er wolle möglichen Schaden vom Verein abwenden, nannte er als Grund.

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