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VW-Bank

VW verteidigt umstrittenen Hilfsantrag

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Die VW-Bank hat ihren umstrittenen Antrag auf Staatsgarantien verteidigt. "Es geht nicht um einen ungebührlichen Wettbewerbsvorteil", sagte der Vorstandschef der VW-Sparte Financial Services, Frank Witter, am Montagabend (15.12.) vor Journalisten in Hannover.

16.12.2008

"Es geht darum, zu jedem Zeitpunkt unsere Handlungsfähigkeit aufrechtzuerhalten", so Witter. Die VW-Bank finanziere in einem erheblichen Maße den Mittelstand, vor allem Autohändler. "Wir agieren in einem gesamtwirtschaftlichen Interesse."

Erste Autobank mit Hilfsantrag

Als erste deutsche Autobank hatte die VW-Finanzdienstleistungstochter einen Antrag auf Staatsgarantien aus dem staatlichen Rettungspaket gestellt. Bei der VW-Bank geht es unter
anderem um die Refinanzierung von Autokrediten. Dies ist auf dem Kapitalmarkt angesichts der weltweiten Finanzkrise immer schwieriger geworden. Der Antrag war auf Kritik gestoßen, so hatten Volksbanken und Raiffeisenbanken erklärt, die Chancengleichheit werde verletzt.

Jeder muss für sich selbst entscheiden

Witter betonte, die VW-Bank sei in einer guten Lage und habe kein Eigenkapitalproblem. Die Anträge auf Staatsgarantien seien eine "vorsorgliche Maßnahme" für den Fall, dass die Finanzkrise länger andauere. Es gehe etwa darum, für die Kunden die Zinssätze bei der
Autofinanzierung stabil zu halten. Eine "konzertierte Aktion" mit anderen Autobanken sei nicht geplant gewesen. "Es gibt keine Sammelbestellung." Jedes Unternehmen müsse für sich selbst entscheiden. Im übrigen seien nicht die anderen Autobanken die Wettbewerber der VW-Bank, sondern die Universalbanken, die auf diesen Markt drängten.

Finanzsparte rechnet mit Ergebnisrückgang

Angesichts der Finanz- und Wirtschaftskrise stellt sich die VW-Finanztochter  auf ein schwieriges Jahr 2009 ein. Die Sparte rechnet mit einem Ergebnisrückgang. Witter, sagte, es sei nicht realistisch anzunehmen, dass das operative Ergebnis besser ausfallen werde als in diesem Jahr.

2008 bewege sich das Ergebnis ungefähr auf Vorjahresniveau. Einzelheiten nannte Witter nicht. 2007 hatte die VW-Finanztochter ein Ergebnis vor Steuern von 809 Millionen Euro erzielt. Sie gehört seit Jahren zu den stabilsten Ertragsbringern des Konzerns.

Flottengeschäft läuft gut

Die VW Financial Services AG mit Sitz in Braunschweig steigerte 2008 ihren Gesamtvertragsbestand im Vergleich zum Vorjahr um 8,4 Prozent auf 5,74 Millionen. Die Bilanzsumme erhöhte sich um 11,8 Prozent auf 58,5 Milliarden Euro. Die Zahl der Leasingverträge stieg um 14,7 Prozent auf 1,1 Millionen Verträge. Vor allem das
Flottengeschäft laufe derzeit gut.

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