6 Ausgaben testen + attraktive Prämie sichern!

6 Ausgaben auto motor und sport mit 25% Preisvorteil zum Preis von nur 17,60 € (ggf. zzgl. 1 € Zuzahlung) testen.

Dazu eine unserer zahlreichen attraktiven Prämien sichern!

Weitere Infos und Bestellung HIER!

Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Volkswagen baut Macht bei MAN aus

Auf fast drei Viertel der Stammaktien aufgestockt

VW Logo

MAN ist noch fester in der Hand von VW. Die Wolfsburger haben Aktien dazugekauft und halten nun fast drei Viertel der Stammaktien des Münchner Lastwagenbauers. Damit treibt VW die geplante Lkw-Allianz voran. Beim Absatz eilt der Konzern zu immer neuen Bestwerten.

16.04.2012 dpa

Volkswagen hat seinen Anteil am Lastwagenbauer MAN noch einmal kräftig aufgestockt. Der größte europäische Autokonzern hält nun 73 Prozent der Stammaktien der Münchner Tochter. Dies teilte MAN am Freitag (13.4.) mit. VW habe den Deal, der bereits am Donnerstag in Kraft getreten war, kurz zuvor bekanntgegeben, hieß es. Die Wolfsburger besäßen zudem mehr als 26 Prozent der Vorzugsaktien ihrer inzwischen zehnten Marke. Der Anteil am MAN-Grundkapital betrage etwa 71 Prozent.

Die VW-Zentrale wollte das Geschäft nicht kommentieren, MAN nahm ebenfalls keine Stellung. Zum Kaufpreis gab es zunächst keine Angaben. Vorstandschef Martin Winterkorn hatte sich im Herbst 2011 zunächst zufrieden mit dem damaligen Engagement gezeigt. Bei der Bilanzvorlage Anfang März sagte er aber, dem Konzern stünden noch Optionen offen.

Integrierter Lastwagenkonzern aus MAN und Scania

Volkswagen hatte sich Mitte des vergangenen Jahres für rund 3,4 Milliarden Euro knapp 56 Prozent der MAN-Papiere gesichert. Zuvor hatten die Wolfsburger durch das Überschreiten der 30-Prozent-Marke ein Pflichtangebot an die MAN-Aktionäre ausgelöst. Die EU-Kommission genehmigte die Mehrheitsübernahme schließlich im November 2011.

Die Konzernspitze will einen integrierten Lastwagenkonzern aus MAN und der schwedischen Tochter Scania unter dem Dach der Konzernmutter bilden. Ab einer Beteiligungsschwelle von 75 Prozent würde es spannend: Dann könnte VW einen Gewinnabführungs- und Beherrschungsvertrag abschließen, wie er zum Beispiel für Audi gilt.

Das VW-Management plant, das Geschäft mit schweren Lastwagen künftig zu bündeln. Wie die Struktur am Ende aussehen wird, ist aber noch offen. Derzeit feilen Arbeitsgruppen beider Hersteller daran, die Zusammenarbeit auf eine gemeinsame Grundlage zu stellen und Sparpotenziale zu finden. Das Verhältnis zwischen den beiden traditionsreichen Unternehmen MAN und Scania gilt nach einem gescheiterten Übernahmeversuch von MAN seit Jahren als nicht einfach.

Auf der MAN-Hauptversammlung am 20. April will VW den Einfluss im Aufsichtsrat weiter ausbauen. Dann sollen neben VW-Chef Martin Winterkorn auch Finanzchef Hans Dieter Pötsch und der für Nutzfahrzeuge zuständige Konzernvorstand Jochem Heizmann in das Gremium gewählt werden. Die EU-Kommission hatte dieses Vorhaben vor der Genehmigung kritisch gesehen, nun gilt die Wahl jedoch als sicher. VW-Chefaufseher Ferdinand Piëch ist bereits Vorsitzender des Gremiums bei MAN, daneben hat Audi-Chef Rupert Stadler einen Sitz.

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie uns Ihre Meinung.

Neues Heft
Neues Heft auto motor und sport, 20/2017, Heftvorschau
Heft 20 / 2017 14. September 2017 162 Seiten Heftinhalt anzeigen Jetzt für 3,90 € kaufen Artikel einzeln kaufen
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden