VW Golf : VW läutet Ende für Ur-Golf in Südafrika ein

Golf Citi

Die Erfolgsgeschichte des meist verkauften Autos aller Zeiten geht zu Ende. Der Volkswagen-Konzern hat die Produktion des nur noch in Südafrika produzierten VW Golf Typ 1 nach 31 Jahren eingestellt. 2010 werden alle "Citi Golfs" verkauft sein, teilte VW-Südafrika-Chef David Powels am Montag (2.11.) mit.

"Heute verkünden wir das Ende einer Auto-Legende". Auch in Südafrika, wo der Ur-Golf 1978 erstmals vom Band lief, sei er das erfolgreichste Produkt gewesen.Bereits zuvor hatte die Werksleitung in Uitenhage (bei Port Elizabeth) signalisiert, dass es zum Produktionsende des 1976 erstmals in Deutschland auf den Markt gekommenen Ur-Golfs noch ein aufwendiges Sondermodell sowie diverse Aktionen geben soll.

Der Ur-Golf ist in Afrika sehr beliebt

Insgesamt wurden vom VW Golf 1 nach VW-Angaben rund sieben Millionen Stück produziert, 500.000 davon allein in Südafrika.Unter dem Namen "Citi Golf" gilt der kleine Flitzer in Südafrika noch immer als einer der populärsten Kleinwagen und gehört beharrlich weiter zu den zehn meistverkauften Kleinwagen des Landes. Denn der Ur-Golf mit der veralteten Technik hat dort noch immer ein sehr jugendliches Image. Nicht nur zahlreiche Touristen aus aller Welt schätzen den Kleinwagen als preiswertes Fortbewegungsmittel, sondern auch viele Studenten - der Kaufpreis für das Einsteigermodell liegt bei unter 10.000 Euro. Technisch ist der Ur-Golf aber seit seiner Einführung in Südafrika nahezu unverändert geblieben.

Als Zugeständnis an die Moderne gab es zuletzt immerhin aber noch einen Airbag. Der Ur-Golf mit seinem eckigen Design hatte einst mit seinem Frontmotor den legendären VW-Käfer von der Spitzenposition verdrängt und war schnell zum Marktführer seiner Klasse geworden. Keine Käferrundungen mehr, sondern klares, eckiges Design-Konzept. Karosserie-Stylist Giorgio Giugiaro zeichnete für das Design mit verantwortlich. Der VW Golf I - der Ur-Golf - wurde schon 1976 in Deutschland ein Bestseller, im Oktober 1976 waren bereits eine Million Exemplare verkauft.

Ein Nachfolger für den Golf 1 ist noch nicht bekannt

Der Grund für das Auslaufen des Modells ist neben der veralteten Technik auch eine Neuausrichtung der VW-Produktion in Südafrika. Das VW-Werk in Uitenhage soll sich ab dem kommenden Jahr auf die Produktion von zwei Kleinwagen konzentrieren. VW hat dafür in den vergangenen zwei Jahren drei Milliarden Rand (275 Millionen Euro) in die Werks-Modernisierung investiert. Die Exportzahlen sollen von bisher 40.000 Fahrzeugen (2008) auf bis zu 60.000 Autos und mittelfristig knapp 90.000 Wagen gesteigert werden.

Bisher wurden in Uitenhage die Modelle VW Jetta, VW Polo und der VW Golf I montiert.Durch die Einstellung der Produktion des "Citi Golfs" habe es keinen Personalabbau gegeben, teilte Powels weiter mit. Zu der Frage, ob es möglicherweise einen Nachfolger für den Golf I in Südafrika geben werde, hielt er sich bedeckt. Im März kommenden Jahres wolle man Einzelheiten zur neuen Modellpolitik bekanntgeben.

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dpa/ama

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