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VW

Bernhard erzürnt Betriebsrat

Foto: Achim Hartmann

VW-Markenvorstand Wolfgang Bernhard hat mit Äußerungen über die Zukunft von mehr als 1.000 Mitarbeitern in Wolfsburg den Betriebsrat gegen sich aufgebracht.

09.05.2006

Die Ankündigung des Managers, dass es für die 1.200 Beschäftigten in der Fertigung des Golf-IV-Variant keine Arbeit mehr im Stammwerk gebe, sei "ein absolutes Armutszeugnis für die Leistung von Vorstand und Management", rügte Gesamtbetriebsratschef Bernd Osterloh am Dienstag (9.5.) in Wolfsburg.

Die Produktion des alten Golf-Kombis wird Mitte Juni geschlossen. Bernhard hatte am Dienstagabend in Athen gesagt, für die betroffenen Beschäftigten gebe es zur Zeit keine Arbeit in Wolfsburg. Das Nachfolgemodell soll in Mexiko gebaut werden.

Das Problem sei lange bekannt gewesen und der Betriebsrat habe immer wieder darauf hingewiesen und Lösungen gefordert, sagte Osterloh. Seine konstruktiven Vorschläge seien aber nicht diskutiert oder berücksichtigt worden. "Diese Situation ist genauso wenig überraschend gekommen wie Weihnachten." Der Betriebsrat habe deshalb "erhebliche Zweifel an dem Willen und Engagement des Unternehmens, überhaupt Arbeit für die Betroffenen zu generieren".

Es sei die Pflicht von Vorstand und Management, Beschäftigungsperspektiven zu schaffen. Daran seien sie nicht nur durch den Tarifvertrag von 2004 mit dem Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen bis 2011 gebunden, sondern auch durch die erst kürzlich vom gesamten Konzernvorstand unterzeichnete Vereinbarung. Darin sicherte der Vorstand die gleichrangige Behandlung von Beschäftigungssicherung und Wirtschaftlichkeit zu.

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