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VW

Betriebsrat gegen Verkauf

Im Zuge des harten Sparkurses bei Volkswagen macht der Gesamtbetriebsrat Front gegen einen möglichen Verkauf von Komponentenbereichen. Es mache "überhaupt keinen Sinn", Know how aus der Hand zu geben, kritisierte Gesamtbetriebsratschef Bernd Osterloh am Dienstag (31.1.) in Wolfsburg.

31.01.2006

Stattdessen müssten Entwicklung, Organisation und Fertigung der Komponentenbereiche verbessert und strategisch so aufgestellt werden, dass sie im Wettbewerb bestehen könnten.

VW fährt derzeit angesichts vergleichsweise hoher Kosten einen Milliarden-Sparkurs. Dabei wird auch die Wettbewerbsfähigkeit der Komponentenaktivitäten überprüft. Markenchef Wolfgang Bernhard hatte Anfang Januar gesagt, es deute sich an, dass viele Bereiche nicht wettbewerbsfähig seien. VW werde in den nächsten Monaten Konsequenzen aus der Analyse ziehen.

Dabei gebe es verschiedene Möglichkeiten - von der Sanierung, der Schließung, dem Zusammengehen mit externen Partnern bis hin zur Veräußerung von Bereichen. VW hat in Deutschland Komponentenwerke zum Beispiel in Kassel (Getriebe), Salzgitter (Motoren) und Hannover (Gießerei). Zudem gibt es eine Reihe anderer Komponentenaktivitäten.

Osterloh nannte am Dienstag konkret "Überlegungen des Vorstandes", die VW-Tochter Sitech Sitztechnik GmbH in Wolfsburg zu verkaufen. Der technische Geschäftsführer von Sitech, Bernd Wilhelm, sagte dazu, es gebe keinerlei Entscheidung von VW zu Sitech. Es seien keine Gespräche über einen Verkauf geführt worden. Sitech hat rund 1.300 Beschäftigte.

Osterloh kritisierte, es könne nicht sein, dass sich Volkswagen "abhängig" von Zulieferern mache und sich am Ende nur noch auf den Zusammenbau von Fahrzeugen beschränke. "Es ist allgemein bekannt, dass sich damit allein kein Geld verdienen lässt. Die eigentliche Wertschöpfung liegt jetzt und zukünftig noch stärker im Bereich der Komponenten."

Der Gesamtbetriebsrat habe wiederholt vom Vorstand eine "Komponentenstrategie" gefordert. Eine Antwort sei der Vorstand jedoch bislang schuldig geblieben. Sollten keine schlüssigen Antworten als Grundlage für Entscheidungen im Aufsichtsrat gegeben werden, werde der Vorstand keine Zustimmung der Arbeitnehmervertreter bekommen.

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