"Die Kollegen lesen auf einer ganzen Seite Jubel-Arien, was für ein tolles Unternehmen Porsche ist. Kein Wort über die Zukunftspläne für Volkswagen."
In dem Brief, der in mehreren Tageszeitungen abgedruckt wurde, versucht die Porsche-Führung, Sorgen der VW-Belegschaft über ihre Jobs zu zerstreuen. "Porsche steht für Arbeitsplatzsicherung, Standortsicherung und Gehaltssicherung", heißt es. Der VW-Konzern werde nicht zerschlagen.
Osterloh sagte, zwar sei es gut, dass Porsche-Chef Wendelin Wiedeking "endlich Einsicht" zeige und nach massivem Druck auf die Arbeitnehmer von Volkswagen zugehe. Osterloh forderte aber erneut Änderungen an der umstrittenen Mitbestimmungsvereinbarung der Porsche Holding, die zu Lasten der Belegschaft des VW-Konzerns gehe. "Wer Änderungen an diesem Vertrag nicht zulassen will, stellt sich gegen die weltweite Belegschaft des VW-Konzerns, weil er ihre Beteiligungsrechte beschneiden will."
VW-Betriebsrat: Porsche-Brief enttäuscht
Der VW-Betriebsrat hat sich enttäuscht über den offenen Brief der Porsche-Führung an die Belegschaft von Volkswagen geäußert. "Die Stimmung in der Belegschaft gegenüber dem Großaktionär Porsche wird durch Anzeigenkampagnen nicht besser", kritisierte Betriebsratschef Bernd Osterloh am Mittwoch (14.11.) in Wolfsburg.
Autor: dpa



