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VW-Betriebsrat stützt Sparkurs

Foto: VW

Das milliardenschwere Sparpaket beim Autobauer Volkswagen mit dem Abbau von 5.000 Stellen wird vom Gesamtbetriebsrat unterstützt. Das Programm reagiere auf die nachhaltig unsichere Konjunktur und diene vor allem der Standort- und Beschäftigungssicherung, sagte der Vorsitzende des Gesamtbetriebsrats, Klaus Volkert, am Mittwoch (10.3.) in Wolfsburg.

10.03.2004

Die Einsparungen dürften jedoch nicht einseitig zu Lasten der Beschäftigten gehen. "Es ist notwendig und richtig, dass jetzt alle Vorhaben auf den Prüfstand kommen", sagte Volkert.

VW-Chef Bernd Pischetsrieder hatte am Dienstag angekündigt, bis Ende 2005 insgesamt vier Milliarden Euro einsparen zu wollen. Ziel ist es unter anderem, Umsatz und Ertrag zu steigern, Kosten zu senken und Investitionen weiter zurückzufahren. Mit dem Sparprogramm reagiert VW auf die anhaltend schwache Autonachfrage und den Gewinneinbruch 2003.

"Das Programm ist darauf angelegt, den Konzern wieder in ein ruhigeres Fahrwasser zu bringen", meinte Volkert. Die angestrebte Umorganisation von Prozessen und Strukturen entspreche den Forderungen des Betriebsrates.

Stellenabbau ohne Kündigungen

Der geplante Abbau von weltweit 5.000 Stellen, davon 2.000 bis 2.500 in Deutschland, soll ohne betriebsbedingte Kündigungen durch Vorruhestandsvereinbarungen und Fluktuationen bewältigt werden. Ein VW-Sprecher sagte am Mittwoch (10.3.), er könne noch nicht sagen, in welchen Regionen und an welchen Standorten die Stellen gestrichen würden. Weltweit beschäftigt der Wolfsburger Konzern 335.000 Menschen, 174.000 davon in Deutschland.

Der Gesamt- und Konzernbetriebsrat begrüßte zudem ausdrücklich die Bestrebungen, Eigenleistungen vor Fremdleistungen in den Vordergrund zu rücken. Auch aus diesem Grund würde der Betriebsrat das Sparprogramm "ForMotion" positiv begleiten und mitgestalten, hieß es. Pischetsrieder hatte am Dienstag darauf hingewiesen, dass die Fremdvergabe von Arbeiten in vielen Fällen nicht die erhoffte Kostenersparnis gebracht hatte.

An der Börse setzten die VW-Aktien am Mittwoch nach einer Reihe negativer Analystenstudien ihre Talfahrt fort. Das Papier des Autobauers fiel bis zum Nachmittag um 1,81 Prozent auf 37,51 Euro und entwickelte sich damit schwächer als der DAX. Bereits am Vortag hatten VW-Aktien mehr als drei Prozent verloren. Am Finanzmarkt kursierenden Gerüchten über eine angeblich kurz bevorstehende Ausgabe einer Wandelanleihe hatte VW aber bereits am Dienstag eine Absage erteilt.

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