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VW-Betriebsratschef

"Der Preis muss stimmen"

Foto: VW 15 Bilder

Im Interview mit auto motor und sport äußert sich VW-Betriebsratschef Klaus Volkert über die Probleme des neuen Golf, Sparprogramme, neue Geschäftsideen und die Vermeidung von Kurzarbeit.

29.03.2004

"Wir sind offenbar an einem Punkt angekommen, wo der Kunde sagt: Ein neues Auto gibt mein Portemonnaie nicht mehr her – offenbar sind wir an einer Schallgrenze für Ingenieursträume, jedenfalls bei einem Massenprodukt wie dem Golf. Der Preis muss stimmen, mehr denn je.“

VW-Betriebsratschef Volkert umreißt mit klaren Worten die Probleme des neuen Golf, der sich trotz aller Qualitäten längst nicht so gut verkauft wie erwartet. Dennoch sieht Volkert im Gespräch mit auto motor und sport nach dem Rabatt in Form einer kostenlosen Klimaanlage keinen Grund für weitere Preissenkungen: "Vertrieb, Marketing und Service sind die Schrauben, an denen gedreht werden muss.“

Angebot: Mehr Flexibilität bei der Arbeitszeit

Volkert unterstützt das von Konzernchef Bernd Pischetsrieder aufgelegte Konsolidierungsprogramm Formotion, das am Ende vier Milliarden Euro Einsparungen bringen soll, fordert aber statt weiterer teurer Prestigemodelle vor allem preisgünstige Derivate auf Basis der Golf-Plattform. Dass Pischetsrieder der Richtige für diesen Job sei, steht für Volkert außer Frage: "Pischetsrieder ist genauso ehrgeizig wie sein Vorgänger Piech, nur sagt er das nicht so laut.“

Im Sinne der Arbeitsplatzsicherung will Volkert besonders darauf achten, dass bei Investitionen die deutschen Standorte nicht zu kurz kommen. Er beschwört aber auch Flexibilität bei den Arbeitszeiten deutscher VW-Werker: "Aus der 28,8-Stunden-Woche kann man keine 18,8-Stunden-Woche machen. Irgendwann ist Schluss.“

Kurzarbeit ist für Volkert ebenfalls kein Tabu: "Wenn mal eine allgemeine Absatzkrise einsetzen würde, wäre es durch unsere flexiblen Arbeitszeitkonten möglich, auch mal für 30 Tage die Fertigung auszusetzen.“ Das sei dann zwar sicher ein Schock, aber noch schlimmer wäre es, 30.000 Menschen sagen zu müssen, dass sie nicht mehr gebraucht würden.

Lesen Sie das Interview mit Klaus Volkert in vollem Wortlaut in auto motor und sport Heft 8, das ab Mittwoch (31.3.) im Handel ist.

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