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VW

Bewegung in Brasilien

Im seit zwei Monaten anhaltenden Arbeitskonflikt um den Abbau von knapp 4.000 Stellen bei VW in Brasilien bahnt sich ein Durchbruch an. Nach einer 13-stündigen Marathonsitzung mit der Firmenführung, die erst in den Morgenstunden zu Ende gegangen war, wollen Arbeiter und Gewerkschaften nun über neue Vorschläge von VW beraten.

02.10.2003

Die Angebote wurden den Arbeitern von ihren Vertretern am Mittwochabend (1.10.) auf einer "Vollversammlung" auf dem Hof der Fabrik in Sao Bernardo im Land Sao Paulo präsentiert.

Wie Medien unter Berufung auf die Gewerkschaften berichteten, sollen die 1.923 "überschüssigen" Arbeiter der Fabrik Sao Bernardo in einen "bezahlten Urlaub" bis November 2006 gehen können. Sie können aber auch weiterhin einer Versetzung in einer Gesellschaft zustimmen, die der "AutoVision" in Wolfsburg entspricht. Wer sich dagegen für eine dritte Möglichkeit, der Kündigung des Arbeitsverhältnisses, entschließt, soll nun 20 zusätzliche Monatsgehälter bekommen. Die Arbeiter sollen bis zum 10. Oktober eine erste Entscheidung treffen.

Für die 2.010 "überschüssigen" Arbeiter der Fabrik in Taubate im Land Sao Paulo wurden allerdings den Angaben zufolge bislang keine neuen Vorschläge unterbreitet. Die Arbeiter in Taubate werden aber von den Abkommen über Arbeitsplatzsicherung nur bis Februar 2004 geschützt. Für Sao Bernardo galten sie bis Ende 2006. In Taubate wurde für Freitag eine neue Gesprächsrunde angesetzt.

Die Gewerkschaften hatten sich bislang mehrfach gegen so genannte "Zwangsversetzungen" in die neue Gesellschaft nach Muster der "AutoVision" ausgesprochen und auf die Abkommen über Arbeitsplatzsicherungen gepocht.

Die Fronten im Arbeitskonflikt bei VW do Brasil hatten sich erst vergangene Woche weiter verhärtet, nachdem die VW-Spitze in Wolfsburg mit Entlassungen streikender Arbeiter gedroht hatte. Die Drohungen wurden in Brasilien vom Gouverneur des Landes Sao Paulo, Geraldo Alckmin, von Richtern und Gewerkschaften scharf zurückgewiesen. "Ein Witz", sagte der Präsident des Gewerkschafts-Dachverbandes CUT, Luiz Marinho. Die Gewerkschaften drohten mit Protesten und Ausständen.

Mehrfach war VW-Personalvorstand Peter Hartz nach Brasilien geflogen, um dort mit Gewerkschaften und auch mit der Regierung zu verhandeln. Dabei hatte er die Gründung einer Gesellschaft vorgeschlagen, die der "AutoVision" ähnelt. Zum einen handelt es sich dabei um eine Zeitarbeitsgesellschaft, auf der anderen Seite versucht das Unternehmen, die Bedingungen für Zulieferbetriebe zu verbessern, die dann ihrerseits Arbeitsplätze schaffen.

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