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VW bleibt Problemfall

Die Lage für Europas größten Autobauer Volkswagen bleibt schwierig. Die Kernmarke schreibt weiter rote Zahlen. Das Geschäft in China rutschte in die Verlustzone und in den USA ist ebenfalls keine Trendwende in Sicht. Das geht aus dem Quartalsbericht hervor, den der Autokonzern am Freitag (29.4.) in Wolfsburg veröffentlichte.

29.04.2005

Nur dank des Sparprogramms "ForMotion" nahm der operative Konzerngewinn in den ersten drei Monaten kräftig um 41 Prozent auf 464 Millionen Euro zu.

In den ersten drei Monaten wurden 684 Millionen Euro eingespart und damit mehr als an der Börse erwartet. Der Kurs der Volkswagen-Aktien kletterte am Freitag kräftig um zwischenzeitlich 1,57 Prozent auf 32,38 Euro. Nach Steuern blieb im Konzern ein Gewinn von 70 Millionen Euro nach 26 Millionen Euro im Vorjahresquartal. Erste Kennzahlen hatte VW schon in der vergangenen Woche mitgeteilt.

Trotz der anhaltend schwierigen Lage auf den Automärkten erwartet VW in diesem Jahr ein besseres Ergebnis als im Vorjahr, bekräftigte der Bericht. "Die folgenden Quartale werden auf jeden Fall besser ausfallen als das erste Quartal 2005", hatte VW-Chef Bernd Pischetsrieder den Aktionären auf der Hauptversammlung vorige Woche versprochen.

Einen ersten leichten Aufwärtstrend konnte die Markengruppe VW, Skoda, Bentley und Bugatti laut Quartalsbericht bereits verbuchen. Das operative Ergebnis blieb zwar im Minus, der Verlust verringerte sich aber von 71 Millionen auf 53 Millionen Euro. Weiter notwendige "Verkaufsförderungsmaßnahmen" sowie negative Wechselkurseinflüsse seien wesentliche Faktoren für das unbefriedigende Ergebnis.

Rote Zahlen im China-Geschäft

In China rutschte das Ergebnis von plus 106 Millionen Euro im Vorjahr jetzt mit einem Minus von 17 Millionen Euro in die Verlustzone. Der einstige VW-Vorzeigemarkt und nach Deutschland zweitwichtigste Abnehmer ist zum Krisenfall geworden. In den USA fuhr VW im ersten Quartal noch tiefer in die roten Zahlen. Die Verluste betrugen dort 328 Millionen Euro nach 235 Millionen Euro Minus im Vorjahr.

Die Markengruppe Audi (Audi, Seat, Lamborghini) steigerte dagegen ihren operativen Gewinn gegenüber Vorjahresquartal um 22,5 Prozent auf 303 Millionen Euro. Die Nutzfahrzeugsparte verringerte ihren Verlust auf 39 (Vorjahr: 88) Millionen Euro. Die Sparte Finanzdienstleistungen hielt ihr operatives Ergebnis mit 230 Millionen Euro auf Vorjahreshöhe.

Rabattschlachten, die hohen Stahlpreise und der starke Euro machen VW nach wie vor zu schaffen und sind auch für das Gesamtergebnis des Jahres die größten Risikofaktoren, wie Pischetsrieder unlängst schon deutlich machte. Der Umsatz lag im ersten Quartal mit 21,12 Milliarden Euro um 2,4 Prozent unter dem Vorjahresniveau.

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