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IG Metall gestärkt

Foto: Volkwagen

Mitten in der schwierigen VW-Sanierung hat die Belegschaft des Autobauers der Gewerkschaft IG Metall demonstrativ den Rücken gestärkt. Bei der Betriebsratswahl holte die IG Metall trotz der VW-Affäre um Lustreisen auf Firmenkosten, in die auch Betriebsräte der Gewerkschaft verwickelt waren, erneut die weitaus meisten Stimmen.

31.03.2006

Wie der Gesamtbetriebsrat der Volkswagen AG am Donnerstagabend (30.3) in Wolfsburg mitteilte, errang die IG Metall 88,85 Prozent der Stimmen. Bei der Betriebsratswahl 2002 waren es 88,4 Prozent gewesen. Die Wahlbeteiligung lag bei 80,6 (2002: 77,9) Prozent. Von den 248 Betriebsratsmandaten gingen 227 an die IG Metall. Die Christliche Gewerkschaft Metall (CGM) kam auf acht Sitze, sonstige Gruppierungen erhielten 13 Sitze.

Der VW-Gesamtbetriebsratschef und Spitzenkandidat der IG Metall, Bernd Osterloh, sagte, das Ergebnis zeige, dass die VW-Affäre bei dem Votum der Belegschaft keine Rolle gespielt habe. Die Belegschaft habe "sehr genau" unterschieden zwischen möglichen Verfehlungen einzelner und einer Arbeitnehmervertretung, die sich "engagiert, mutig, kreativ und mit einer nachhaltigen Strategie" für ihre Interessen einsetze.

Osterloh ist seit Sommer 2005 Nachfolger von Klaus Volkert, der im Zuge der VW-Affäre zurückgetreten war und gegen den die Staatsanwaltschaft ermittelt. Osterloh bezeichnete das Ergebnis der Betriebsratswahl als "überwältigenden Erfolg" für die Politik der Standort- und Beschäftigungssicherung. Der Ausgang sei die beste Voraussetzung, die betrieblichen, wirtschaftlichen und politischen Herausforderungen der Zukunft zu meistern. Die kommenden Wochen und Monate würden keine leicht Zeit. "Wir müssen die nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit der Marke Volkswagen weiter ausbauen und dafür einen vernünftigen Weg finden."

Volkswagen fährt derzeit angesichts vergleichsweise hoher Kosten und Überkapazitäten einen harten Sparkurs. Für die ertragsschwache Konzern-Kernmarke VW ist ein tief greifendes Sanierungsprogramm angekündigt, von dem rund 20.000 Beschäftigte betroffen sein könnten.

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