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US-Geschäft forcieren

Foto: Volkwagen 302 Bilder

VW-Gesamtbetriebsratschef Bernd Osterloh hat erneut eine Wende im seit langem defizitären US-Geschäft des Autobauers gefordert. Zugleich äußerte er sich skeptisch zu Überlegungen von Konzernchef Martin Winterkorn, in den USA möglicherweise wieder ein Werk zu bauen.

12.07.2007

"Natürlich könnte ein Fabrikstandort in Nordamerika eine Möglichkeit sein", sagte Osterloh der Deutschen Presse-Agentur dpa in Wolfsburg. "Aber als Arbeitnehmervertreter sagen wir deutlich: Das darf nicht zu Lasten der Beschäftigung an anderen Standorten gehen."

Insbesondere müsse die Kapazitätsauslastung des mexikanischen VW-Werkes berücksichtigt werden, sagte Osterloh. "Momentan besteht die Aufgabe aber vordringlich darin, vor dem Hintergrund des aktuellen Dollarkurses geeignete Produkte für den nordamerikanischen Markt zu entwickeln und anzubieten."

Volkswagen fährt in den USA seit Jahren hohe Verluste ein. Als Ursachen gelten Lücken in der Modellpalette, Schwächen im Vertrieb, der schwache Dollarkurs und die Rabattschlachten.

Winterkorn hatte in einem Interview gesagt: "In Amerika sind wir in der Tat weit weg von dem, wo wir hinwollen." Wenn die VW- Wachstumsstrategie aufgehe, reiche die Produktionsstätte in Mexiko aber "sicher" nicht aus. "Wenn der Dollarkurs auf jetzigem Niveau bleibt, muss man sehr wohl über ein Werk in Nordamerika nachdenken." VW hatte sein Werk in den USA vor 20 Jahren wegen mangelnder Auslastung dicht gemacht.

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