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VW bringt Billigauto schon Anfang 2003

Der Volkswagen-Konzern will seinen Plan, mit einem extrem billigen Kleinwagen den chinesischen Massenmarkt zu erobern, schon Anfang kommenden Jahres umsetzen.

08.10.2002

Der Volkswagen-Konzern will seinen Plan, mit einem extrem billigen Kleinwagen den chinesischen Massenmarkt zu erobern, schon Anfang kommenden Jahres umsetzen. VW- Vertriebsvorstand Robert Büchelhofer sagte der Wirtschaftsnachrichtenagentur dpa-AFX am Montagabend in Frankfurt: "Es ist bereits entschieden: Anfang 2003 sind wir mit dem neuen Fahrzeug in China am Start." Bislang hatte sich der Konzern nicht zum Zeitplan und Details der neuen China-Pläne geäußert.

Der Kleinwagen werde deutlich weniger als umgerechnet 12.500 Euro kosten. VW erwarte bereits im ersten Jahr nach Produktionsstart einen Absatz von rund 50.000 Autos. Um welches Fahrzeug es sich konkret handeln werde, wollte Büchelhofer nicht sagen. VW hatte bereits zuvor angekündigt, dass das Kleinwagensegment in China aus der bestehenden Produktpalette des Konzerns ausgestattet werden solle.
Von Brasilien nach China: VW GOL
Wahrscheinlich: das bislang ausschließlich von VW für den südamerikanischen Markt produzierte VW-Modell GOL (Bild) wird auch in China angeboten. Der GOL - ein Billigauto auf Golf-Plattform - kostet derzeit nach Konzernangaben rund 6.000 US-Dollar. Büchelhofer sagte: "Das neue Billigauto für China wird aus der VW- Familie kommen." Damit scheint es beschlossene Sache zu sein, dass der Konzern in China keine abgespeckte Version eines Skoda- oder Seat-Modells anbieten will.
VW ist bislang im Kleinwagensegment mit dem neuem Polo, der seit Anfang 2002 auf dem größten Wachstumsmarkt in Asien angeboten wird, präsent. Dieser kostet dort umgerechnet zwischen 18.000 und 20.500 Euro. Volkswagen verfügt derzeit in China über einen Marktanteil von rund 50 Prozent. Der Konzern produziert im Reich der Mitte zur Zeit die Modelle Santana, Jetta, Bora sowie den Audi A6 und erwartet nach den Worten Büchelhofers in diesem Jahr erstmals einen Absatz von mehr als 500.000 Fahrzeugen in der Gesamtregion Asien-Pazifik.

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